Die Kulisse auf dem Betzenberg verspricht wieder einmal Gänsehaut-Atmosphäre. Fast 48.000 Fans strömen am Samstag ins Fritz-Walter-Stadion. Der Tabellensiebte FCK empfängt Fortuna Düsseldorf zum Mittags-Kracher. Beide Teams stecken im Tabellenmittelfeld der Zweiten Liga fest. Aufstieg unrealistisch, Abstieg noch nicht ganz gebannt.
„Wir haben wieder ein fast ausverkauftes Haus. Das ist nicht normal, sondern ein absolutes Privileg», betont Trainer Torsten Lieberknecht auf der Pressekonferenz. Die Roten Teufel wollen ihre beeindruckende Heimbilanz ausbauen. Neun Siege aus 14 Heimspielen sprechen eine klare Sprache. Die Auswärtsschwäche hingegen schmerzt weiterhin. Nach dem desaströsen 0:3 in Nürnberg zog Lieberknecht die Zügel an. „Das Virus haben wir hauptsächlich auswärts im Gepäck gehabt», analysierte er selbstkritisch.
Besonders pikant: Mit Markus Anfang steht ein alter Bekannter an der Seitenlinie. Der Ex-Lauterer-Coach führt die Düsseldorfer als Tabellenelfter an. Nur drei Punkte trennen die Fortuna vom Abstiegsplatz. Spannung ist garantiert, auch wenn beide Teams keine Spitzenposition mehr erreichen können.
Fraglich bleibt der Einsatz von Naatan Skyttä und Ji-soo Kim. Beide kehrten erst am Donnerstag von Länderspielreisen zurück. Der Finne war in Neuseeland, der Südkoreaner in Asien unterwegs. Lieberknecht muss spontan entscheiden, ob sie startelf-tauglich sind.
Aus meiner Sicht am Spielfeldrand: Diese Fankurve trägt jeden Spieler. Wenn fast 50.000 Zuschauer für ein Mittelfeld-Duell kommen, zeigt das die wahre Seele des Fußballs. „Wenn wir diese Leistungen auch auswärts gezeigt hätten, wären wir auf Aufstiegskurs», gibt Lieberknecht ehrlich zu. Die Wiedergutmachung soll am Samstag beginnen.
Der FCK kann bis auf Ivan Prtajin alle Profis einsetzen. Der Stürmer fehlt mit Achillessehnenriss längerfristig. Co-Trainer Carsten Rump fällt nach Knie-OP ebenfalls aus. Standardtrainer Niklas Martin übernimmt seine Aufgaben vorerst.
Die Partie verspricht intensive 90 Minuten vor beeindruckender Kulisse. Der Betzenberg wird wieder zur Festung. Beide Mannschaften brauchen Punkte für ihre Zielsetzungen. Am Ende entscheidet die Heimstärke gegen auswärtige Unsicherheit.