Im Kölner Stadion war die Luft nach der 0:2-Niederlage gegen Bayern spürbar schwer. Doch statt Resignation zeigt sich beim 1. FC Köln trotz Tabellenkeller ein bemerkenswerter Kampfgeist. Mit nur 13 Punkten nach 22 Spieltagen bleibt die Situation ernst – der Abstand zum rettenden Ufer beträgt bereits acht Zähler.
Die Mannschaft klammert sich an die positiven Aspekte der Bayern-Partie. «Wir haben gegen den Rekordmeister lange gut verteidigt und Charakter gezeigt», erklärt Abwehrchef Timo Hübers beim Training. «Das hebt die Stimmung ein bisschen.» Tatsächlich hielt der FC gegen die Münchner 70 Minuten lang die Null. Die Defensive stand kompakter als in vorherigen Spielen. Besonders die Umschaltmomente zeigten Potenzial für das kommende Duell gegen Mainz.
Trainer Timo Schultz setzt gezielt auf Intensität im Training. Zweikampfübungen dominieren die Einheiten. Man spürt: Hier geht es um alles. Der Coach fordert volle Konzentration für das Kellerduell am Sonntag. «Gegen Mainz müssen wir liefern, keine Frage», betont Kapitän Florian Kainz. Die Stimmung im Geißbockheim wirkt fokussiert, nicht verzweifelt. Die Fans stehen weiter hinter dem Team, beim öffentlichen Training kamen über 1.000 Unterstützer.
Der Abstiegskampf spitzt sich zu. Gegen den FSV Mainz 05 braucht es mehr als nur Einsatz – es braucht Tore. Die Kölner Offensive muss endlich liefern. Der Glaube an die Rettung lebt im Kölner Lager weiter. Die Frage bleibt: Reicht dieser Kampfgeist für die nötige Punkteausbeute in den verbleibenden zwölf Spielen?