Während die kalten Januarwinde durch die Domstadt pfeifen, dreht sich beim 1. FC Köln alles um die Kaderverstärkung. Sportdirektor Christian Kessler machte gestern unmissverständlich klar: «Wir sind noch nicht fertig.» Nach dem Abstiegskampf der Hinrunde zeigt die Punktestatistik deutlich, dass der FC mit nur 10 Zählern aus 17 Spielen dringend frisches Blut benötigt.
Die bisherigen Winterzugänge Leart Pacarada und Rasmus Carstensen konnten bereits im Training überzeugen. Besonders Carstensens Flankenqualität fiel mir am Geißbockheim positiv auf. Doch Kessler sucht weiter nach Verstärkung im offensiven Mittelfeld. «Wir brauchen mehr Kreativität in der Zentrale», erklärte der Sportchef nach dem letzten Testspiel. Die Effzeh-Fans hoffen auf einen echten Unterschiedsspieler. Im Fokus steht offenbar der schwedische Spielmacher Anton Eriksson, dessen Berater bereits in Köln gesichtet wurde.
Auch finanziell steht der Club unter Druck. Die Transfersperre des Weltverbands endet glücklicherweise rechtzeitig. «Wir müssen mit begrenzten Mitteln intelligent handeln», betonte Trainer Timo Schultz. Seine Priorität: «Spieler, die sofort helfen können.» Der FC setzt verstärkt auf junge Talente mit Entwicklungspotenzial, die den traditionsreichen Club wieder in ruhigeres Fahrwasser bringen sollen.
Die nächsten Tage werden entscheidend. Mit der richtigen Transferpolitik könnte die Rettung gelingen, die Stimmung im Stadion ist trotz der Tabellensituation erstaunlich positiv. Der Kampfgeist lebt am Rhein. Wenn die neuen Jungs einschlagen, könnte der FC den Klassenkampf noch packen. Und das wäre mehr wert als jede Transfersumme.