Traditionsduell elektrisiert die Hafenstraße: RWE empfängt Alemannia Aachen
Die Luft knistert förmlich an der Hafenstraße. Rot-Weiss Essen empfängt heute Alemannia Aachen zum Westschlager in der 3. Liga. Zwei Traditionsvereine, deren Rivalität Jahrzehnte zurückreicht. Mit über 18.000 erwarteten Zuschauern wird das Stadion Essen bis auf den letzten Platz gefüllt sein. Die Bilanz spricht für RWE: Sieben Siege aus den letzten zehn Duellen gegen die Aachener.
Die Formkurve beider Teams könnte unterschiedlicher kaum sein. Während Essen nach holprigem Saisonstart zuletzt zwei Siege in Folge einfahren konnte, kämpft Aufsteiger Aachen noch um Stabilität in der neuen Liga. RWE-Coach Christoph Dabrowski setzt auf die neue offensive Freiheit seiner Mannschaft: «Wir haben an Struktur gewonnen und trauen uns mehr zu.» Die Essener Defensive zeigt sich deutlich verbessert – nur ein Gegentor in den letzten drei Partien spricht Bände.
Bei Aachen ruhen die Hoffnungen auf Sturmtalent Anton Heinz, der bereits vier Saisontore erzielte. «Wir wissen um die Heimstärke von RWE, wollen aber mutig nach vorne spielen», erklärt Alemannia-Trainer Heiner Backhaus vor dem Spiel. Auffällig: Die Gäste agieren auswärts bisher deutlich erfolgreicher als vor heimischer Kulisse.
Die Bedeutung des Spiels geht weit über sportliche Aspekte hinaus. Beide Fanlager verbindet eine besondere Beziehung – Respekt trotz Rivalität. Die Stimmung wird elektrisierend sein. Für beide Vereine könnte dieses Traditionsduell zum Wendepunkt der Saison werden. Die Essener Hafenstraße ist bereit für Fußball-Romantik pur – wenn zwei Traditionsvereine aufeinandertreffen, schreibt der Fußball seine schönsten Geschichten.