Der Dresdner Stadtrat hat am Donnerstagabend endlich den Weg für den Neubau der maroden Nossener Brücke freigemacht. Mit großer Mehrheit stimmten die Stadträte für das Projekt, das rund 118 Millionen Euro kosten wird. Die wichtige Verkehrsverbindung über die Gleise am Bahnhof Mitte muss dringend ersetzt werden.
Seit Jahren kämpft die Brücke mit erheblichen Schäden. «Die Substanz ist so schlecht, dass eine Sanierung wirtschaftlich nicht sinnvoll ist», erklärte Baubürgermeister Stephan Kühn. Der Neubau soll deutlich breiter werden und neben vier Fahrspuren auch ausreichend Platz für Radfahrer und Fußgänger bieten. Besonders wichtig: Der öffentliche Nahverkehr erhält separate Spuren. Als Anwohnerin des Viertels erlebe ich täglich die Staus und gefährlichen Situationen auf der jetzigen Brücke.
Die Bauarbeiten sollen 2026 beginnen und etwa fünf Jahre dauern. Während dieser Zeit wird der Verkehr über Behelfsbrücken geführt. Die neue Nossener Brücke bedeutet für Dresden nicht nur eine sichere Verkehrsverbindung, sondern auch einen wichtigen Schritt zur Modernisierung der städtischen Infrastruktur. Bleibt zu hoffen, dass die Einschränkungen während der Bauzeit für Anwohner und Pendler erträglich bleiben.