Ein Feuer zerstörte am frühen Morgen die Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses im Dortmunder Stadtteil Höchsten. Glücklicherweise kamen dabei keine Menschen zu Schaden.
Die Feuerwehr Dortmund wurde heute gegen 5:30 Uhr zu einem Wohnungsbrand in die Straße «Am Beilstück» alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, drang bereits dichter Rauch aus den Fenstern der Erdgeschosswohnung. Die Flammen drohten auf weitere Teile des zweistöckigen Gebäudes überzugreifen.
Sofort leitete der Einsatzleiter einen umfassenden Löschangriff ein. Zwei Trupps unter Atemschutz drangen in das verrauchte Gebäude ein, während weitere Feuerwehrleute von außen die Flammen bekämpften. Parallel dazu kontrollierten Rettungskräfte das gesamte Haus nach möglichen Bewohnern.
«Alle Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das ist in solchen Situationen das Wichtigste», erklärte Feuerwehrsprecher Dirk Aschenbrenner. «Die schnelle Reaktion der Nachbarn, die den Notruf wählten, hat Schlimmeres verhindert.»
Die betroffene Erdgeschosswohnung brannte vollständig aus und ist nicht mehr bewohnbar. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 80.000 Euro geschätzt. Die Feuerwehr konnte jedoch verhindern, dass sich der Brand auf andere Wohnungen ausbreitete. Die übrigen Hausbewohner konnten nach Abschluss der Löscharbeiten in ihre Wohnungen zurückkehren.
Für die obdachlos gewordene Familie aus der Erdgeschosswohnung organisierte das Sozialamt Dortmund eine Notunterkunft. Die städtischen Helfer stellten auch Kleidung und andere Notwendigkeiten zur Verfügung, da die Familie durch den Brand fast ihr gesamtes Hab und Gut verloren hat.
Der Einsatz der Feuerwehr dauerte insgesamt vier Stunden. Neben der Berufsfeuerwehr waren auch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Holzen im Einsatz. Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte vor Ort.
Die Brandursache ist noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein technischer Defekt an einem Elektrogerät das Feuer ausgelöst haben. Hinweise auf Brandstiftung gibt es derzeit nicht.
Für die Bewohner des Viertels war der Brand ein Schock. «Ich wurde von den Sirenen geweckt und sah dann die Flammen», berichtete Anwohnerin Gisela Müller. «Zum Glück hat die Feuerwehr so schnell reagiert.»
Die Feuerwehr Dortmund nutzt den Vorfall, um erneut auf die Wichtigkeit funktionierender Rauchmelder hinzuweisen. «In diesem Fall haben die installierten Rauchmelder Alarm geschlagen und so die Bewohner gewarnt», betonte Aschenbrenner. «Rauchmelder retten Leben – das hat sich heute wieder gezeigt.»
Die Nachbarschaftshilfe im Stadtteil Höchsten funktionierte nach dem Brand vorbildlich. Mehrere Nachbarn boten spontan Unterstützung für die betroffene Familie an und sammelten Kleidung und Spielzeug für die Kinder.
Das Gebäude aus den 1970er Jahren wird nun von Bausachverständigen auf seine Statik überprüft. Die Stadtwerke Dortmund haben vorsorglich die Gas- und Stromversorgung des betroffenen Gebäudeteils unterbrochen.