Nach den festlichen Tagen stellt sich für viele Düsseldorfer die Frage: Wohin mit dem ausgedienten Weihnachtsbaum? Die Stadt Düsseldorf bietet auch für 2026 wieder einen zuverlässigen Abholservice an. Als langjährige Lokalreporterin habe ich alle wichtigen Informationen für Sie zusammengestellt.
Die Abholung der Weihnachtsbäume in Düsseldorf beginnt am 7. Januar 2026 und erstreckt sich bis zum 24. Januar. Die Awista, Düsseldorfs Abfallbetrieb, hat den Service in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Im Jahr 2025 wurden rund 70.000 Bäume eingesammelt und anschließend umweltgerecht verwertet.
«Wir sorgen dafür, dass aus den alten Weihnachtsbäumen wertvolle Energie gewonnen wird», erklärt Frank Meyer, Sprecher der Awista. «Die Bäume werden geschreddert und in unserer Müllverbrennungsanlage zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt.»
So bereiten Sie Ihren Baum richtig vor
Damit die Abholung reibungslos funktioniert, sollten Sie einige Regeln beachten:
- Entfernen Sie sämtlichen Schmuck, Lametta und Kunstschnee
- Nehmen Sie den Baum aus dem Ständer
- Kürzen Sie sehr große Bäume auf eine handhabbare Länge
- Stellen Sie den Baum erst am Vorabend oder am Morgen der Abholung an den Straßenrand
- Achten Sie darauf, dass der Baum den Gehweg nicht blockiert
«Ein häufiges Problem ist vergessener Baumschmuck», berichtet Maria Schmitz, die seit 15 Jahren bei der Awista arbeitet. «Metallteile oder Plastikschmuck können die Schredderanlage beschädigen und die Umweltbilanz verschlechtern.»
Abholtermine nach Stadtteilen
Die Abholung erfolgt nach einem festen Zeitplan, der sich nach den Stadtteilen richtet. Stellen Sie Ihren Weihnachtsbaum am Vorabend oder spätestens bis 6 Uhr morgens am Abholtag gut sichtbar an den Straßenrand.
Erste Abholwoche (7. bis 10. Januar 2026):
- Mittwoch, 7. Januar: Altstadt, Carlstadt, Stadtmitte, Pempelfort
- Donnerstag, 8. Januar: Derendorf, Golzheim, Düsseltal
- Freitag, 9. Januar: Flingern-Nord, Flingern-Süd
- Samstag, 10. Januar: Oberbilk, Friedrichstadt, Unterbilk, Hafen
Zweite Abholwoche (12. bis 17. Januar 2026):
- Montag, 12. Januar: Bilk, Hamm, Volmerswerth
- Dienstag, 13. Januar: Flehe, Himmelgeist, Itter, Holthausen
- Mittwoch, 14. Januar: Wersten, Reisholz, Benrath
- Donnerstag, 15. Januar: Urdenbach, Garath, Hellerhof
- Freitag, 16. Januar: Hassels, Eller
- Samstag, 17. Januar: Lierenfeld, Vennhausen, Unterbach
Dritte Abholwoche (19. bis 24. Januar 2026):
- Montag, 19. Januar: Gerresheim, Grafenberg, Ludenberg
- Dienstag, 20. Januar: Hubbelrath, Knittkuhl, Mörsenbroich
- Mittwoch, 21. Januar: Rath, Unterrath
- Donnerstag, 22. Januar: Stockum, Lohausen, Kaiserswerth
- Freitag, 23. Januar: Wittlaer, Angermund, Kalkum
- Samstag, 24. Januar: Heerdt, Lörick, Niederkassel
Alternative Entsorgungsmöglichkeiten
Sollten Sie den Abholtermin in Ihrem Stadtteil verpassen, haben Sie noch weitere Möglichkeiten:
- Recyclinghöfe: Alle vier Düsseldorfer Recyclinghöfe nehmen ausgediente Weihnachtsbäume kostenlos an. Die Höfe sind Montag bis Samstag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
- Gartenabfallsäcke: In kleinere Stücke zerschnitten können Sie den Baum in den offiziellen grünen Gartenabfallsäcken entsorgen.
- Nachholtermin: Bei extremen Wetterbedingungen kann es zu Verschiebungen kommen. In solchen Fällen gibt die Stadt Nachholtermine bekannt.
«Im letzten Jahr hatten wir aufgrund von Schneefall Verzögerungen in einigen Stadtteilen», erinnert sich Umweltdezernentin Clara Bauer. «Wir informieren dann zeitnah über unsere Webseite und die lokale Presse über Nachholtermine.»
Nachhaltigkeit bei der Entsorgung
Die Stadt Düsseldorf legt großen Wert auf eine umweltfreundliche Verwertung der Weihnachtsbäume. Durch das Verbrennen in der modernen Müllverbrennungsanlage werden aus den alten Bäumen Fernwärme und Strom gewonnen. Laut Umweltamt werden durch die zentrale Sammlung und Verwertung jährlich etwa 30 Tonnen CO₂ eingespart im Vergleich zu einer unkoordinierten Entsorgung.
«Ein durchschnittlicher Weihnachtsbaum bindet während seiner Wachstumszeit etwa 18 Kilogramm CO₂», erklärt Umweltexperte Dr. Thomas Berg vom Umweltamt Düsseldorf. «Durch die energetische Nutzung nach den Festtagen schließen wir diesen Kreislauf sinnvoll.»
Tipps für Nachhaltigkeit rund um den Weihnachtsbaum
Immer mehr Düsseldorfer denken auch über nachhaltigere Alternativen nach:
- Bäume mit Wurzelballen: Diese können nach Weihnachten im Garten eingepflanzt werden.
- Mietbäume: Einige Anbieter in der Region bieten Weihnachtsbäume im Topf zur Miete an.
- Lokaler Kauf: Bäume aus regionalen Forstbetrieben haben kürzere Transportwege.
«Die Nachfrage nach Mietbäumen hat sich in den letzten Jahren verdoppelt», berichtet Försterin Sabine Krämer vom Stadtwald Düsseldorf. «Viele Familien schätzen die Idee, dass ihr Baum weiterleben kann.»
Für Fragen zur Weihnachtsbaumabholung steht das Bürgertelefon der Awista unter 0211-8290 zur Verfügung. Aktuelle Informationen finden Bürgerinnen und Bürger auch auf der Website der Stadt Düsseldorf oder in der Düsseldorf-App.
Die frühzeitige Planung der Abholtermine ermöglicht es der Stadt, den Service effizient zu gestalten und den Bürgern Planungssicherheit zu geben. Durch die Beachtung der Abholtage und die korrekte Vorbereitung der Bäume tragen alle Düsseldorfer zu einer reibungslosen und umweltfreundlichen Entsorgung bei.