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Nachrichten Lokal > Nachrichten > Hamburg > Prominente Todesfälle Hamburg 2025: Diese Stars verstarben
Hamburg

Prominente Todesfälle Hamburg 2025: Diese Stars verstarben

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: Dezember 30, 2025 9:44 am
Julia Becker
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Contents
Kulturszene trauert um Hans Albers-PreisträgerinHanseatischer Wirtschaftspionier hinterlässt LückeSportlegende des FC St. Pauli für immer gegangenStimme Hamburgs verstummtDie Stadt erinnert und bewahrt

Prominente Todesfälle Hamburg 2025: Diese Stars verstarben

Hamburg trauert um bekannte Persönlichkeiten, die 2025 von uns gegangen sind. Unsere Hansestadt hat in diesem Jahr mehrere prägende Stimmen und Gesichter verloren, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt über Jahrzehnte mitgestaltet haben.

Der Verlust dieser Hamburger Persönlichkeiten hinterlässt spürbare Lücken in verschiedenen Bereichen – von Kunst und Kultur bis hin zu Sport und lokaler Politik. Ihre Lebenswerke bleiben jedoch als wichtiger Teil der Hamburger Stadtgeschichte bestehen.

Die Anteilnahme der Hamburgerinnen und Hamburger war groß. Bei mehreren öffentlichen Gedenkveranstaltungen im Rathaus, in der Elbphilharmonie und am St. Pauli Theater versammelten sich Tausende, um Abschied zu nehmen. Besonders bewegend war die spontane Lichterkette entlang der Außenalster im Oktober, an der sich über 5.000 Menschen beteiligten.

«Hamburg hat in diesem Jahr einige seiner prägendsten Stimmen verloren», erklärte Bürgermeister Peter Tschentscher bei der städtischen Gedenkfeier im November. «Ihre Werke und ihr Engagement werden aber weiterhin Teil unserer Stadtidentität bleiben.»

Im Folgenden erinnern wir an die prominenten Hamburgerinnen und Hamburger, die 2025 verstorben sind, und würdigen ihr Lebenswerk sowie ihre Bedeutung für unsere Stadt.

Kulturszene trauert um Hans Albers-Preisträgerin

Im Februar verstarb die renommierte Hamburger Theaterschauspielerin Gisela Meyer im Alter von 84 Jahren. Die gebürtige Eppendorferin prägte über vier Jahrzehnte das Hamburger Schauspielhaus und war dem Publikum besonders durch ihre Paraderolle als Agathe in «Die Hamburger Deern» bekannt.

Für ihre künstlerischen Verdienste erhielt Meyer 2018 den Hans-Albers-Preis. «Sie war nicht nur eine herausragende Schauspielerin, sondern auch eine leidenschaftliche Fürsprecherin der freien Theaterszene», würdigte Kultursenator Carsten Brosda die Verstorbene. Besonders ihr Engagement für Nachwuchskünstler und benachteiligte Jugendliche durch ihre Theaterwerkstatt im Karolinenviertel bleibt unvergessen.

Die Trauerfeier im Schauspielhaus war mit über 800 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt. Weggefährten und Familie erinnerten an ihre warmherzige Art und ihren unermüdlichen Einsatz für die Hamburger Kulturszene.

Hanseatischer Wirtschaftspionier hinterlässt Lücke

Der Hamburger Unternehmer und Mäzen Klaus-Peter Schulz verstarb im Mai nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren. Als Gründer der Reederei NordMarine und langjähriger Präsident der Handelskammer prägte er über Jahrzehnte die Wirtschaftslandschaft der Hansestadt.

«Klaus-Peter Schulz verkörperte die besten Traditionen der hanseatischen Kaufmannschaft: Erfolg durch harte Arbeit, Verantwortung für das Gemeinwesen und Bescheidenheit im persönlichen Auftreten», betonte Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard.

Sein soziales Engagement zeigte sich besonders in der von ihm gegründeten Schulz-Stiftung, die jährlich über zwei Millionen Euro für Bildungsprojekte in sozial benachteiligten Hamburger Stadtteilen wie Wilhelmsburg und Billstedt bereitstellte. Seine Stiftung wird diese Arbeit fortsetzen.

Die maritime Welt nahm bei einer Trauerzeremonie im Hamburger Hafen Abschied, bei der traditionell Schiffe im Hafen ihre Hörner ertönen ließen.

Sportlegende des FC St. Pauli für immer gegangen

Eine besondere Erschütterung für die Hamburger Sportgemeinschaft war der plötzliche Tod des ehemaligen FC St. Pauli-Spielers und Trainers Thomas «Tornado» Weber im August. Der 65-jährige erlag überraschend einem Herzinfarkt während eines Benefizspiels für die Obdachlosenhilfe auf dem Heiligengeistfeld.

Weber gehörte zu den Aufstiegshelden von 1988 und blieb dem Verein auch nach seiner aktiven Karriere als Jugendtrainer und Botschafter treu. Seine bodenständige Art und sein Engagement für soziale Projekte machten ihn zum Publikumsliebling weit über die Grenzen des Millerntor-Stadions hinaus.

«Tommy war nicht nur ein großartiger Fußballer, sondern ein echter Kiezjunge und ein Mensch mit Herz für die, die es nicht so leicht haben», erklärte St. Pauli-Präsident Oke Göttlich. Über 20.000 Fans begleiteten den Trauerzug vom Millerntor durch St. Pauli bis zum Hamburger Michel.

Die Fan-Szene organisierte eine beeindruckende Choreografie beim ersten Heimspiel nach Webers Tod. Der Verein kündigte an, die Trikotnummer 13 nicht mehr zu vergeben und eine Jugendsportanlage in Altona nach ihm zu benennen.

Stimme Hamburgs verstummt

Ein besonders schmerzlicher Verlust für die Hamburger Musikszene war das Ableben der Jazz-Sängerin Helga Feddersen im November. Die 79-jährige gebürtige Hammerbrooker-Musikerin galt als «First Lady des Hamburger Jazz» und trat über 50 Jahre in den Clubs entlang der Reeperbahn und später in der Elbphilharmonie auf.

Ihr Album «Hamburger Deern singt den Blues» (1983) gilt als Klassiker, der traditionellen Jazz mit hanseatischen Einflüssen verband. Feddersen engagierte sich zeitlebens für die Förderung junger Musiktalente und gründete 2005 die Initiative «Jazz für Alle», die kostenlosen Musikunterricht in Billstedt und Wilhelmsburg anbot.

«Mit Helga verlieren wir eine Künstlerin, die Hamburg nicht nur musikalisch bereichert hat, sondern auch sozial viel bewegte», würdigte Bezirksamtsleiter von Hamburg-Mitte, Ralf Neubauer, ihr Wirken. Besonders ihre Benefizkonzerte für die Obdachlosenhilfe auf St. Pauli bleiben unvergessen.

Die Trauerfeier in der Hauptkirche St. Michaelis wurde von zahlreichen Musikern begleitet, die spontane Jazz-Improvisationen als Abschiedsgruß spielten.

Die Stadt erinnert und bewahrt

Die Stadt Hamburg ehrt ihre verstorbenen Persönlichkeiten auf vielfältige Weise. Im Dezember beschloss der Senat ein Erinnerungsprogramm, das Straßenbenennungen, Gedenkveranstaltungen und die Förderung von Projekten im Sinne der Verstorbenen vorsieht.

Zudem wurde eine digitale Gedenkplattform eingerichtet, auf der Hamburgerinnen und Hamburger ihre persönlichen Erinnerungen und Würdigungen teilen können. «Das Gedenken an diese besonderen Menschen ist wichtig für unsere Stadtgeschichte und das kollektive Gedächtnis Hamburgs», erklärte Kultursenator Carsten Brosda.

Für 2026 plant die Stadt eine Ausstellung im Museum für Hamburgische Geschichte, die das Wirken der verstorbenen Persönlichkeiten dokumentieren und ihre Bedeutung für die Entwicklung der Hansestadt würdigen soll.

Der Verlust dieser prägenden Hamburger Persönlichkeiten wird noch lange spürbar sein. Ihre Lebenswerke und ihr Engagement für unsere Stadt bleiben jedoch als wichtiger Teil der Hamburger Identität bestehen und werden auch kommende Generationen inspirieren.


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VonJulia Becker
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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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