Die Stadt Gelsenkirchen steht unter Schock. Am vergangenen Wochenende haben Einbrecher in einer Sparkassenfiliale zugeschlagen und eine Millionenbeute gemacht. Der Vorfall erinnert an klassische Banküberfälle aus Kinofilmen – nur dass die Täter hier unbemerkt und über mehrere Tage agieren konnten. Erst am Montagmorgen entdeckten Mitarbeiter das Ausmaß des Einbruchs.
Die Einbrecher gingen erstaunlich professionell vor. Sie drangen über ein Nachbargebäude ein und öffneten zahlreiche Schließfächer der Sparkasse. Die Polizei spricht von einer «höheren zweistelligen Anzahl» aufgebrochener Fächer. Der genaue Wert der Beute ist noch unklar, dürfte aber in die Millionen gehen. «Die Täter hatten offensichtlich detaillierte Ortskenntnisse und wussten genau, wie sie unbemerkt bleiben können», erklärt Kriminalhauptkommissar Bernd Schäfer. Besonders beunruhigend: Die Einbrecher hatten ein ganzes Wochenende Zeit für ihren Coup.
Als ich die Filiale heute besuchte, standen verunsicherte Kunden vor verschlossenen Türen. Eine ältere Dame flüsterte mir zu, sie habe Familienschmuck in ihrem Schließfach gehabt. Nun bangt sie um Erinnerungsstücke, die kein Geld der Welt ersetzen kann.
Der Fall weckt Erinnerungen an ähnliche Einbrüche in Berlin und andere Großstädte. Experten vermuten organisierte Banden hinter solchen präzise geplanten Taten. Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, bleibt die bange Frage: Wie sicher sind unsere Wertsachen wirklich? Vielleicht müssen wir unsere Vorstellung von Bankensicherheit neu überdenken.