Als ich gestern Abend in der Stadthalle Rostock saß, vibrierte die Luft förmlich vor Spannung. Unsere Seawolves lieferten sich ein packendes Duell mit dem übermächtigen FC Bayern München. Die Halle kochte, als die Rostocker lange Zeit sogar führten. Am Ende stand ein knappes 79:82 gegen den haushohen Favoriten. Ein Ergebnis, das gleichzeitig Enttäuschung und Stolz auslöst.
Die Seawolves zeigten eine beeindruckende Leistung gegen den EuroLeague-Teilnehmer. Von Beginn an präsentierten sie sich auf Augenhöhe mit den Bayern. Besonders Tyler Nelson glänzte mit 21 Punkten als Topscorer. «Wir haben heute gezeigt, dass wir mit jedem Team in dieser Liga mithalten können», erklärte Cheftrainer Christian Held nach dem Spiel. Auffällig war die Treffsicherheit von außen – 13 Dreier versenkten die Rostocker. Erinnerte mich an mein erstes Basketballspiel vor Jahren, als ich dachte, solche Würfe seien reines Glück. Heute weiß ich: Es steckt jahrelanges Training dahinter.
Das knappe Ergebnis gegen die Münchner zeigt das wachsende Potenzial der Seawolves. Nach dem Aufstieg 2022 etabliert sich der Club zunehmend in der Basketball-Bundesliga. Die Stimmung in der Stadthalle gestern bewies: Basketball hat in Rostock eine Heimat gefunden. Während ich die Halle verließ, dachte ich: Manchmal fühlen sich Niederlagen fast wie Siege an.