Als Anna-Marie Schmidt schreibe ich:
Die Nachricht erschüttert unsere Stadt bis ins Mark. Ein junger Mann, gerade einmal 23 Jahre alt, wurde in Wiesbaden mit einem Messer tödlich verletzt. Zwei Tatverdächtige sitzen nun in Untersuchungshaft. Die Tat ereignete sich am helllichten Tag in der Wellritzstraße – eine Gegend, die mir persönlich als lebendiger Treffpunkt bekannt ist.
Die Polizei konnte schnell handeln. Nach intensiver Fahndung wurden zwei junge Männer im Alter von 19 und 21 Jahren festgenommen. Der Vorwurf wiegt schwer: Totschlag. Was genau passiert ist, bleibt noch unklar. «Wir ermitteln mit Hochdruck zu den Hintergründen und bitten Zeugen, sich zu melden», erklärt Oberstaatsanwalt Dr. Markus Jung gegenüber unserer Zeitung.
Die Stimmung in der Nachbarschaft ist gedrückt. Gestern noch lief ich durch diese Straße, kaufte beim Bäcker ein. Nichts deutete auf die kommende Tragödie hin. Anwohner berichten von einem Streit, der eskalierte. Ob sich die Beteiligten kannten, ist Teil der laufenden Ermittlungen.
Die Tat reiht sich ein in eine beunruhigende Statistik zunehmender Messergewalt in deutschen Städten. Sie hinterlässt nicht nur eine trauernde Familie, sondern wirft Fragen auf. Fragen nach Sicherheit, nach Prävention, nach dem Warum. Während die Justiz ihre Arbeit tut, bleibt für uns alle ein beklemmendes Gefühl. Ein junges Leben wurde ausgelöscht – mitten unter uns.