In der Nacht zu Donnerstag kam es zu einem Feuerwehreinsatz am U-Bahnhof Nollendorfplatz. Ein Brand in einem Technikraum führte zur vorübergehenden Sperrung der U-Bahnlinie U2 zwischen Gleisdreieck und Wittenbergplatz.
Gegen 1:30 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert, nachdem Rauch im Bereich des Bahnhofs bemerkt worden war. Die Berliner Feuerwehr rückte mit etwa 20 Einsatzkräften an und konnte den Brand in einem Technikraum schnell unter Kontrolle bringen. Durch den schnellen Einsatz wurde verhindert, dass sich das Feuer auf andere Bereiche der Station ausbreiten konnte.
«Der Brand war zwar klein, aber aufgrund der empfindlichen technischen Anlagen in diesem Bereich mussten wir besonders vorsichtig vorgehen», erklärte Einsatzleiter Frank Müller von der Berliner Feuerwehr. Niemand wurde bei dem Vorfall verletzt, da der U-Bahnhof zu dieser späten Stunde nur noch wenig frequentiert war.
Die BVG setzte während der Unterbrechung Ersatzbusse zwischen den Stationen Gleisdreieck und Wittenbergplatz ein. Viele Pendler mussten am frühen Morgen ihre Reisepläne anpassen.
«Ich war auf dem Weg zur Frühschicht und musste plötzlich umplanen», berichtet Sandra Krause, die regelmäßig die U2 nutzt. «Zum Glück waren die BVG-Mitarbeiter vor Ort und haben gut informiert.»
Nach Abschluss der Löscharbeiten und einer gründlichen Überprüfung der technischen Anlagen konnte der Betrieb der U2 gegen 8:30 Uhr wieder vollständig aufgenommen werden. Techniker der BVG arbeiten weiterhin an der Behebung der entstandenen Schäden, die hauptsächlich Kabelverbindungen und Steuerungsmodule betreffen.
«Unsere ersten Untersuchungen deuten auf einen technischen Defekt als Brandursache hin», sagte BVG-Sprecher Thomas Weber. «Die Sicherheit der Fahrgäste hatte für uns oberste Priorität, daher die vorübergehende Sperrung.»
Der Nollendorfplatz ist ein wichtiger Umsteigepunkt im Berliner U-Bahnnetz, an dem sich die Linien U1, U2, U3 und U4 kreuzen. Die anderen Linien waren von der Störung nicht betroffen und verkehrten während des Einsatzes normal.
Die Polizei hat routinemäßig Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen. Nach ersten Einschätzungen liegt der Sachschaden im mittleren fünfstelligen Bereich. Die BVG versicherte, dass die Reparaturarbeiten den laufenden Betrieb nicht weiter beeinträchtigen werden.
«Solche Vorfälle zeigen, wie wichtig regelmäßige Wartung und Modernisierung unserer Infrastruktur ist», betonte Bezirksstadtrat Jörn Oltmann, der für Verkehr zuständig ist. «Wir arbeiten eng mit der BVG zusammen, um die Zuverlässigkeit des öffentlichen Nahverkehrs zu gewährleisten.»
Fahrgäste werden gebeten, sich über die BVG-App oder die Webseite über eventuelle Nachwirkungen zu informieren, obwohl der reguläre Betrieb inzwischen wiederhergestellt ist.