Ein technischer Defekt löste am Donnerstagnachmittag einen größeren Feuerwehreinsatz im Hansahaus am Schlesischen Platz aus. Gegen 16 Uhr musste das Gebäude, in dem sich zahlreiche Büros und Geschäfte befinden, vollständig geräumt werden.
Nach ersten Erkenntnissen führte ein Fehler in der elektrischen Anlage zu einer starken Rauchentwicklung im Keller des Gebäudes. Die Dresdner Feuerwehr rückte mit mehreren Löschfahrzeugen an und sperrte den Bereich um den Schlesischen Platz weiträumig ab.
«Wir haben sofort reagiert, als die Brandmeldeanlage auslöste», erklärt Einsatzleiter Thomas Weber. «Die Sicherheit der Menschen im Gebäude hat oberste Priorität. Zum Glück verlief die Evakuierung geordnet und ohne Panik.»
Rund 120 Personen mussten das Hansahaus verlassen. Sie wurden vorübergehend in einem nahegelegenen Café untergebracht, wo die Hilfsorganisationen eine Betreuungsstelle einrichteten. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein größerer Brand verhindert werden.
Augenzeugen berichteten von dichtem Rauch, der aus den Lüftungsschächten drang. «Plötzlich ging der Alarm los und kurz darauf roch es überall verbrannt», schildert Büromitarbeiterin Jana Müller. «Die Feuerwehrleute waren sehr schnell vor Ort und haben uns sicher aus dem Gebäude geleitet.»
Die Techniker konnten den Defekt in der Elektroverteilung nach etwa zwei Stunden lokalisieren und beheben. Gegen 18:30 Uhr gab die Feuerwehr Entwarnung und hob die Absperrungen rund um das Hansahaus wieder auf.
Für die Verkehrsteilnehmer in der Neustadt hatte der Einsatz erhebliche Auswirkungen. Die Straßenbahnlinien 3 und 7 mussten zeitweise umgeleitet werden, was zu Verzögerungen im Feierabendverkehr führte. Auch mehrere Buslinien waren betroffen.
Das Hansahaus, ein markantes Bürogebäude in der Dresdner Neustadt, beherbergt neben verschiedenen Dienstleistern auch einige Einzelhandelsgeschäfte im Erdgeschoss. Nach Angaben der Hausverwaltung können alle Mieter ihre Räumlichkeiten ab morgen wieder normal nutzen.
«Wir hatten großes Glück im Unglück», betont Gebäudemanager Frank Lehmann. «Der Sachschaden beschränkt sich auf den Technikraum im Keller. Unsere Elektriker arbeiten bereits an einer dauerhaften Lösung, damit sich so etwas nicht wiederholt.»
Die Polizei hat routinemäßig Ermittlungen zur genauen Brandursache aufgenommen, geht aber von einem technischen Defekt aus. Personenschäden wurden bei dem Vorfall nicht gemeldet.
Anwohner und Passanten lobten das professionelle Vorgehen der Einsatzkräfte. Insgesamt waren 35 Feuerwehrleute und mehrere Rettungssanitäter vor Ort. Dank der regelmäßigen Brandschutzübungen im Hansahaus konnte das Gebäude schnell und sicher geräumt werden.