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Nachrichten Lokal > Nachrichten > Dresden > Einwohnerzahl Dresden Rückgang 2024 – Gründe und Folgen
Dresden

Einwohnerzahl Dresden Rückgang 2024 – Gründe und Folgen

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: Januar 8, 2026 9:13 pm
Julia Becker
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Zum ersten Mal seit vielen Jahren verzeichnet Dresden einen Rückgang seiner Einwohnerzahl. Nach Jahrzehnten stetigen Wachstums bedeutet diese Entwicklung einen bemerkenswerten Einschnitt für die sächsische Landeshauptstadt. Laut den aktuellen statistischen Daten der Stadtverwaltung schrumpfte die Bevölkerung im Jahr 2023 um etwa 3.400 Personen. Ende des Jahres lebten noch rund 561.000 Menschen in Dresden – ein Rückgang, der Stadtplaner und Kommunalpolitiker gleichermaßen beschäftigt.

Die Gründe für diese Trendwende sind vielschichtig. Hauptverantwortlich ist die rückläufige Zahl an Zuzügen aus dem Ausland. Nach dem außergewöhnlich hohen Zuzug von ukrainischen Geflüchteten im Jahr 2022 normalisierte sich die Situation 2023 wieder. Gleichzeitig stieg die Zahl der Menschen, die aus Dresden ins Umland ziehen, deutlich an. Der sogenannte «Speckgürtel» rund um die Stadt wird für viele Dresdner zunehmend attraktiv – vor allem für Familien, die dort bezahlbareren Wohnraum und mehr Platz finden.

«Wir beobachten seit einiger Zeit den Trend zur Suburbanisierung«, erklärt Dr. Matthias Kretschmer vom Dresdner Institut für Stadtforschung. «Viele junge Familien können sich die gestiegenen Mietpreise in der Innenstadt nicht mehr leisten und weichen auf Gemeinden wie Radeberg, Freital oder Pirna aus, wo das Wohnen noch deutlich günstiger ist.»

Auch die demografische Entwicklung trägt zum Bevölkerungsrückgang bei. Dresden verzeichnete 2023 mehr Sterbefälle als Geburten. Diese natürliche Bevölkerungsentwicklung entspricht dem bundesweiten Trend einer alternden Gesellschaft. Die Geburtenrate in Dresden ist in den letzten zwei Jahren merklich zurückgegangen – ein Phänomen, das Experten teilweise mit der wirtschaftlichen Unsicherheit nach der Corona-Pandemie und den gestiegenen Lebenshaltungskosten erklären.

Stadtrat Thomas Lehmann von der SPD sieht die Entwicklung mit Sorge: «Der Bevölkerungsrückgang könnte mittelfristig Auswirkungen auf die Stadtfinanzen haben. Weniger Einwohner bedeuten weniger Steuereinnahmen und Zuweisungen vom Land. Gleichzeitig müssen wir aber die gleiche Infrastruktur unterhalten.»

Die Stadtverwaltung reagiert bereits auf die neue Situation. Bürgermeisterin Eva Wagner kündigte an, dass die langfristigen Planungen für Wohnungsbau, Schulen und Kitas überprüft werden müssten. «Wir hatten unsere Planungen auf ein kontinuierliches Wachstum ausgerichtet. Jetzt müssen wir nachjustieren und genauer analysieren, in welchen Stadtteilen welche Entwicklungen stattfinden.»

Besonders betroffen vom Einwohnerrückgang sind die Plattenbaugebiete am Stadtrand wie Gorbitz und Prohlis. Hier verstärkt sich ein Trend, der bereits seit Jahren zu beobachten ist. Dagegen bleiben die zentrumsnahen Stadtteile wie Neustadt, Striesen und Löbtau weiterhin beliebt – wenn auch zu höheren Mietpreisen.

Der Mieterverein Dresden sieht in der Entwicklung auch eine Chance. «Die leichte Entspannung auf dem Wohnungsmarkt könnte den extremen Preisanstieg der letzten Jahre bremsen», erklärt Vorstandsmitglied Karin Wilke. «Allerdings ist das kein Grund zur Entwarnung. Wir haben nach wie vor zu wenige bezahlbare Wohnungen in der Stadt.»

Für die lokale Wirtschaft könnte der Bevölkerungsrückgang mittelfristig Herausforderungen mit sich bringen. Die Industrie- und Handelskammer warnt vor einem verstärkten Fachkräftemangel. «Dresden steht im Wettbewerb mit anderen Regionen um qualifizierte Arbeitskräfte. Ein Bevölkerungsrückgang ist da ein alarmierendes Signal», betont IHK-Präsident Martin Schumann.

Die Stadt plant nun gezielte Maßnahmen, um wieder mehr Menschen anzuziehen und bestehende Einwohner zu halten. Dazu gehört ein verstärkter Ausbau bezahlbaren Wohnraums durch die städtische Wohnungsgesellschaft. Zudem soll die Familienfreundlichkeit durch verbesserte Betreuungsangebote gesteigert werden.

Ein wichtiger Baustein ist auch die bessere Verkehrsanbindung der Umlandgemeinden. «Wenn wir den Trend zur Suburbanisierung nicht aufhalten können, müssen wir zumindest dafür sorgen, dass die Menschen problemlos nach Dresden pendeln können», erklärt Verkehrsdezernentin Petra Höfer. Die Ausweitung des öffentlichen Nahverkehrs und der Ausbau von Radschnellwegen stehen daher auf der Agenda.

Stadtplaner sehen den aktuellen Rückgang dennoch nicht als langfristigen Trend. «Dresden bleibt ein attraktiver Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort«, betont Professor Hans Weber von der TU Dresden. «Die aktuelle Entwicklung ist eher eine Korrektur nach dem starken Wachstum der Vorjahre.»

Ob sich der Trend fortsetzt oder umkehrt, werden erst die kommenden Jahre zeigen. Die Stadtverwaltung plant jedenfalls, die Bevölkerungsentwicklung genauer zu beobachten und ihre Strategie entsprechend anzupassen. «Wir müssen flexibel bleiben und auf Veränderungen schnell reagieren können», fasst Oberbürgermeister Dirk Hilbert die Situation zusammen. «Das betrifft sowohl unsere Wohnungspolitik als auch die Planung bei Schulen, Kitas und anderen öffentlichen Einrichtungen.»

Für die Dresdner selbst bedeutet der Bevölkerungsrückgang vorerst keine spürbaren Veränderungen im Alltag. Langfristig könnte er jedoch Auswirkungen auf das Stadtbild, die Infrastruktur und das kulturelle Angebot haben. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob Dresden den Trend umkehren und wieder auf Wachstumskurs gehen kann.

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VonJulia Becker
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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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