Der Winter zeigt sich von seiner tückischen Seite. Gestern noch die ersten Sonnenstrahlen genossen, heute Morgen dann der Schock auf dem Weg zur Arbeit. Spiegelglatte Straßen, rutschige Gehwege und eine unheimliche Stille über den vereisten Landschaften. Der Deutsche Wetterdienst hat nicht grundlos für mehrere Regionen die höchste Warnstufe ausgerufen.
Die gefährlichste Situation herrscht aktuell in Teilen Sachsens, Thüringens und Bayerns. Dort hat sich über Nacht eine heimtückische Eisschicht gebildet – kaum sichtbar, aber gefährlich glatt. «Bei diesen Bedingungen sollten Sie wirklich nur fahren, wenn es unbedingt notwendig ist», warnt Meteorologe Klaus Bernhardt vom DWD. Besonders kritisch: die frühen Morgenstunden, wenn viele Menschen zur Arbeit müssen. Mir selbst rutschte heute das Fahrrad unter den Füßen weg, als ich es nur aus dem Keller schieben wollte. Die Straßendienste sind im Dauereinsatz, kommen aber kaum hinterher.
Auch in Baden-Württemberg und Teilen Hessens gilt erhöhte Vorsicht. Besonders tückisch sind die sogenannten Blitzeis-Ereignisse, die ohne Vorwarnung auftreten können. Die Unfallzahlen steigen bereits deutlich an. Diese extreme Glätte wird uns vermutlich noch bis mindestens Donnerstag begleiten. Die alte Winterweisheit bewahrheitet sich wieder: Unterschätzen Sie niemals gefrorenes Wasser – egal ob auf Straßen oder Wegen. Bleiben Sie vorsichtig und kommen Sie sicher durch diese frostigen Tage.