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Nachrichten Lokal > Nachrichten > Hamburg > Hamburg Betrugsprozess 2024: Millionen mit Scheinrechnungen kassiert
Hamburg

Hamburg Betrugsprozess 2024: Millionen mit Scheinrechnungen kassiert

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: Januar 12, 2026 7:43 pm
Julia Becker
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Hamburg Betrugsprozess 2024: Millionen mit Scheinrechnungen kassiert

Vor dem Hamburger Landgericht hat gestern ein aufsehenerregender Wirtschaftsprozess begonnen. Sechs Angeklagte müssen sich wegen bandenmäßigen Betrugs verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, über Jahre hinweg mit einem ausgeklügelten System von Scheinrechnungen Millionenbeträge erschlichen zu haben.

Nach Erkenntnissen der Ermittler sollen die Beschuldigten zwischen 2018 und 2023 ein Netzwerk aus Scheinfirmen aufgebaut haben. Über diese stellten sie gefälschte Rechnungen für angebliche Dienstleistungen an verschiedene Unternehmen aus. Die Staatsanwaltschaft beziffert den Gesamtschaden auf mindestens 2,8 Millionen Euro. Besonders bemerkenswert: Die Angeklagten sollen gezielt Firmen aus der Baubranche und dem Logistiksektor im Hamburger Hafen ins Visier genommen haben.

Der mutmaßliche Haupttäter, der 47-jährige Geschäftsmann Michael S., erschien in Begleitung seines Verteidigers vor Gericht. Er gilt als Kopf der Bande, die das Geld über ein komplexes System von Konten im In- und Ausland gewaschen haben soll. Die Ermittler konnten Geldflüsse bis nach Zypern und in die Vereinigten Arabischen Emirate nachverfolgen.

«Die Masche war ebenso simpel wie effektiv», erklärte Oberstaatsanwältin Petra Weber bei der Verlesung der Anklageschrift. «Die Beschuldigten stellten Rechnungen für Beratungsleistungen, Marketingkonzepte oder IT-Services aus, die nie erbracht wurden.» Durch gefälschte Referenzen und professionell gestaltete Firmenauftritte gelang es den Betrügern, das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen.

Ein Durchbruch kam für die Ermittler im Sommer 2023, als ein Buchhalter einer betroffenen Firma Unstimmigkeiten in den Abrechnungen entdeckte. Die anschließende Razzia in mehreren Hamburger Büros förderte umfangreiches Beweismaterial zutage. Sichergestellt wurden Computer, Handys und mehrere Ordner mit Geschäftsunterlagen, die das Ausmaß des Betrugs dokumentieren.

Der Fall wirft auch ein Schlaglicht auf Schwachstellen im Rechnungswesen vieler Unternehmen. «Oft fehlt es an wirksamen Kontrollmechanismen», erklärt Wirtschaftsprüfer Thomas Neumann, der nicht am Verfahren beteiligt ist, aber als Experte für Wirtschaftskriminalität gilt. «Gerade bei Dienstleistungen ist es schwierig nachzuprüfen, ob sie tatsächlich erbracht wurden.»

Für die Angeklagten könnte es bei einer Verurteilung empfindlich werden. Bei bandenmäßigem Betrug drohen Freiheitsstrafen von einem bis zu zehn Jahren. Die Verteidigung hat bisher keine Stellungnahme abgegeben, kündigte jedoch an, sich im Laufe des Verfahrens ausführlich zu den Vorwürfen zu äußern.

Besonders pikant: Unter den Geschädigten befinden sich auch zwei städtische Unternehmen. Dies könnte dem Fall zusätzliche politische Brisanz verleihen. Die Hamburger Finanzbehörde prüft bereits, ob Kontrollmechanismen bei öffentlichen Auftragsvergaben verschärft werden müssen.

Der Prozess ist auf zunächst 18 Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil wird nicht vor September gerechnet. Richter Martin Köhler betonte zum Auftakt die Komplexität des Verfahrens: «Wir haben es hier mit tausenden Seiten Beweismaterial zu tun.»

Für die betroffenen Unternehmen bleibt die Hoffnung auf Schadenersatz gering. Ein Großteil des ergaunerten Geldes soll bereits für Luxusimmobilien, teure Autos und Reisen ausgegeben worden sein. Die Staatsanwaltschaft konnte bislang nur Vermögenswerte in Höhe von etwa 500.000 Euro sicherstellen.

Der Fall erinnert an ähnliche Betrugssysteme, die in den letzten Jahren in deutschen Großstädten aufgedeckt wurden. Experten sehen einen besorgniserregenden Trend zu immer professionelleren Betrugsmaschen im Wirtschaftsleben. Die Handelskammer Hamburg hat bereits angekündigt, Informationsveranstaltungen zum Thema «Schutz vor Rechnungsbetrug» für ihre Mitgliedsunternehmen anzubieten.

Für die Öffentlichkeit bleibt der Prozess zugänglich. Interessierte Bürger können die Verhandlungen im Saal 337 des Hamburger Landgerichts verfolgen. Der nächste Verhandlungstag ist für kommenden Dienstag angesetzt, dann sollen die ersten Zeugen gehört werden.

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VonJulia Becker
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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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