Blitzer Standorte Düsseldorf Januar 2026: Hier wird geblitzt
Die Stadt Düsseldorf intensiviert ihre Verkehrskontrollen im neuen Jahr. Ab dem 12. Januar 2026 werden an mehreren neuralgischen Punkten im Stadtgebiet mobile und stationäre Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Diese Maßnahmen sind Teil der städtischen Strategie zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.
Nach Angaben des Ordnungsamtes konzentrieren sich die Kontrollen besonders auf Unfallschwerpunkte und sensible Bereiche wie Schulen, Kindergärten und Senioreneinrichtungen. «Wir wollen keine Einnahmen generieren, sondern Leben schützen«, betont Ordnungsdezernentin Britta Meyer. Die Statistik zeigt: An Stellen mit regelmäßigen Geschwindigkeitskontrollen sinkt die Zahl der Unfälle durchschnittlich um 30 Prozent.
In der ersten Januarwoche 2026 wurden bei Kontrollen bereits 457 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Der traurige Spitzenreiter war ein Fahrer, der mit 87 km/h durch eine 30er-Zone in Bilk raste.
Diese Stadtteile stehen im Fokus
In der Woche ab dem 12. Januar 2026 werden die mobilen Blitzer besonders in diesen Stadtteilen aufgestellt:
- Bilk: Besonders auf der Himmelgeister Straße und rund um die Heinrich-Heine-Universität
- Pempelfort: Entlang der Nordstraße und in den angrenzenden Wohngebieten
- Oberkassel: Im Bereich der Luegallee und nahe der Rheinkniebrücke
- Eller: Auf der Gumbertstraße und in der Nähe mehrerer Grundschulen
- Flingern: Besonders an der Ackerstraße und um den Flinger Broich
Die Polizei Düsseldorf ergänzt diese Kontrollen mit eigenen Messungen auf den Autobahnen und Bundesstraßen im Stadtgebiet, insbesondere auf der A46 im Bereich des Südparktunnels.
Neue Technik im Einsatz
Die Stadt setzt ab Januar 2026 auch auf neue Messtechnik. Fünf neue semistationäre Anlagen, sogenannte «Enforcement Trailer», können bis zu einer Woche autark arbeiten. «Diese Geräte ermöglichen uns flexible Einsätze auch dort, wo feste Blitzer nicht installiert werden können«, erklärt Burkhard Schmidt vom städtischen Ordnungsamt. Die solarbetriebenen und gepanzerten Geräte sind vandalismusgeschützt und können Geschwindigkeitsverstöße in beiden Fahrtrichtungen gleichzeitig erfassen.
Im Stadtgebiet sind außerdem 18 feste Blitzersäulen installiert, die rund um die Uhr in Betrieb sind. Diese befinden sich hauptsächlich an bekannten Unfallschwerpunkten wie der Münchener Straße, der Heinrichstraße und entlang der Kaiserswerther Straße.
Bürgerhinweise werden berücksichtigt
Interessant ist, dass die Stadt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung reagiert. «Etwa ein Viertel unserer mobilen Kontrollen planen wir aufgrund von Bürgerbeschwerden», sagt Schmidt. Vor allem Anwohner von Durchgangsstraßen und Eltern von Schulkindern melden regelmäßig Bereiche, in denen zu schnell gefahren wird.
Maria Schneider, Mutter zweier Grundschulkinder aus Gerresheim, begrüßt die verstärkten Kontrollen: «Vor unserer Schule wird oft gerast, obwohl hier täglich hunderte Kinder unterwegs sind. Die Blitzer sind notwendig, um alle zur Vernunft zu bringen.«
Sanktionen und Strafen
Wer in Düsseldorf zu schnell fährt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Bei Überschreitungen bis 10 km/h werden innerorts 30 Euro fällig. Bei gravierenderen Verstößen ab 21 km/h über dem Limit drohen Punkte in Flensburg und Fahrverbote.
«Die Einnahmen aus Bußgeldern fließen übrigens in die Verkehrssicherheitsarbeit zurück», erklärt Verkehrsdezernent Jochen Kral. «Davon finanzieren wir unter anderem Schulweghelfer und Verkehrserziehungsprojekte an Schulen.»
Für alle Verkehrsteilnehmer gilt daher: Besser vorsichtig fahren und die Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten. Die veröffentlichten Standorte der Blitzer sollen dabei nicht als Warnung, sondern als Service verstanden werden. Das oberste Ziel bleibt die Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Düsseldorfer.