Der Fußball zeigt wieder einmal seine hässliche Fratze. Die Nachricht aus Frankfurt erschüttert die Bundesliga-Welt: Mehrere Eintracht-Fans wurden nach einem Auswärtsspiel brutal angegriffen und ausgeraubt. Die Polizei hat umgehend Ermittlungen eingeleitet. Solche Vorfälle nehmen bundesweit zu – allein in der letzten Saison registrierten Behörden über 150 gewaltbezogene Zwischenfälle im Umfeld von Fußballspielen.
Am Spielfeldrand spürt man die Betroffenheit. «So etwas hat in unserem Sport nichts verloren», erklärt Eintracht-Kapitän Sebastian Rode sichtlich erschüttert. «Unsere Fans sind das Herz des Vereins.» Die Ermittler sprechen von einem gezielten Angriff einer kleinen Gruppe, die offenbar nur auf Wertsachen aus war. Die Sicherheitskonzepte der Vereine stehen nun erneut auf dem Prüfstand.
In der Fankurve herrscht Solidarität. Ultras verschiedener Clubs haben bereits Unterstützung signalisiert. «Der Zusammenhalt über Vereinsgrenzen hinweg funktioniert in solchen Momenten», bestätigt ein Fanbeauftragter. Im Waldstadion sah ich vergangenes Wochenende selbst Banner mit Genesungswünschen für die Betroffenen. Die Wärme unter echten Fans steht im krassen Kontrast zu solchen Gewaltakten.
Für die Frankfurter Eintracht bedeutet dieser Vorfall mehr als nur negative Schlagzeilen. Der Verein hat zusätzliche Fanbetreuung angekündigt. Die Liga muss jetzt handeln. Während die Polizei nach den Tätern fahndet, bleibt eine bange Frage: Wie können wir unser Fußballerlebnis schützen, ohne die offene Fankultur zu gefährden? Der Ball rollt weiter – die Verantwortung dafür, dass er in einem sicheren Umfeld rollt, tragen wir alle gemeinsam.