Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn A8 bei München sorgt heute für massive Verkehrsbehinderungen. Nach einer Kollision mehrerer Fahrzeuge musste die Autobahn in Richtung München vollständig gesperrt werden. Tausende Pendler und Reisende stecken seit dem frühen Morgen in einem kilometerlangen Stau fest.
Der Unfall ereignete sich gegen 6:30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Hofoldinger Forst und Hofolding. Nach ersten Informationen der Polizei waren drei Fahrzeuge in den Unfall verwickelt. Ein Lastwagen und zwei PKW kollidierten aus bisher ungeklärten Gründen. Mindestens zwei Personen wurden dabei verletzt und mussten vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden.
«Die Vollsperrung wird voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern», erklärt Polizeisprecher Michael Weber. «Unsere Einsatzkräfte arbeiten mit Hochdruck an der Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge.»
Der Rückstau erstreckt sich mittlerweile auf mehr als 15 Kilometer und reicht bis weit über das Autobahnkreuz Holzkirchen hinaus. Auch auf den Ausweichstrecken kommt es zu erheblichen Verzögerungen, da viele Autofahrer versuchen, der Sperrung zu entgehen. Besonders betroffen sind die Bundesstraße B13 und die umliegenden Ortschaften.
Die Autobahnmeisterei hat zusammen mit dem THW Umleitungen eingerichtet. Der Verkehr wird ab der Anschlussstelle Holzkirchen über die U7 umgeleitet. Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Für die Betroffenen im Stau hat das Bayerische Rote Kreuz einen Versorgungsdienst eingerichtet. Helfer verteilen Wasser an die wartenden Autofahrer, da die Temperaturen bereits am Vormittag auf über 25 Grad gestiegen sind.
«Solche Einsätze sind immer eine Herausforderung», sagt BRK-Einsatzleiter Thomas Meier. «Besonders wenn Menschen stundenlang bei dieser Hitze im Auto ausharren müssen.»
Ein Polizeihubschrauber ist im Einsatz, um die Verkehrslage aus der Luft zu überwachen und die Einsatzkräfte am Boden zu koordinieren. Zusätzlich unterstützt die Feuerwehr bei der Bergung der verunfallten Fahrzeuge.
Laut Verkehrsexperten ist mit Behinderungen bis in die Nachmittagsstunden zu rechnen. «Wir empfehlen Reisenden, die über die A8 nach München wollen, heute alternative Routen zu nutzen oder ihre Fahrt wenn möglich zu verschieben», rät ADAC-Sprecher Stefan Huber.
Die genaue Unfallursache ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können, sich bei der Autobahnpolizei München zu melden.
Pendler sollten sich auf einen schwierigen Tag einstellen. Die Münchner Verkehrsbetriebe haben zusätzliche S-Bahnen eingesetzt, um die Situation zu entschärfen. Wer in der Region unterwegs ist, sollte aktuelle Verkehrsmeldungen im Radio verfolgen oder Navigations-Apps nutzen, die Echtzeit-Verkehrsinformationen anbieten.
Für Anwohner der umliegenden Gemeinden bedeutet der Unfall ebenfalls Einschränkungen, da der Ausweichverkehr durch viele Ortschaften rollt. Die Gemeinden haben zusätzliche Ordnungskräfte eingesetzt, um den Verkehr zu regeln und Anwohnern die Zufahrt zu ihren Grundstücken zu ermöglichen.