Im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion herrscht derzeit rege Betriebsamkeit. Nicht die Spieler von Dynamo Dresden, sondern Gärtner und Rasenexperten geben den Ton an. Der Grund: Das Spielfeld bekommt einen komplett neuen Rasen. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, damit zum Rückrundenstart alles perfekt ist.
Nach intensiven Wochen im Herbst zeigte der bisherige Rasen deutliche Abnutzungserscheinungen. Die Kombination aus zahlreichen Spielen, herbstlichen Witterungsbedingungen und den üblichen Belastungen hatte ihre Spuren hinterlassen. Für einen Drittligisten wie Dynamo Dresden ist ein erstklassiger Rasen nicht nur eine Frage der Optik, sondern entscheidend für das Spielniveau.
«Der alte Rasen hat uns gut gedient, aber nun war der Zeitpunkt für eine Erneuerung gekommen», erklärt Stadionmanager Thomas Meier. «Wir wollen den Spielern optimale Bedingungen für die wichtige Rückrunde bieten.»
Die Arbeiten haben bereits in der vergangenen Woche begonnen. Zunächst wurde der alte Rasen vollständig abgetragen. Anschließend bereiteten die Fachleute den Untergrund sorgfältig vor. Nun erfolgt das Verlegen des neuen Rasens, der aus einer speziell gezüchteten Grassorte besteht, die besonders strapazierfähig ist und auch bei winterlichen Temperaturen gut gedeiht.
Die Kosten für den neuen Rasen belaufen sich auf rund 100.000 Euro – eine Investition in die sportliche Zukunft des Vereins. Die Finanzierung erfolgt durch ein Zusammenspiel von Stadionbetreiber und Verein.
Für die Fans von Dynamo Dresden ist der neue Rasen ein positives Signal. «Das zeigt, dass der Verein professionell arbeitet und nichts dem Zufall überlässt», meint Stefan Lehmann, langjähriger Fan der Schwarz-Gelben. «Auf einem guten Rasen kann auch guter Fußball gespielt werden.»
Die Mannschaft selbst bereitet sich derweil intensiv auf die Rückrunde vor. Trainer Markus Anfang nutzt die spielfreie Zeit, um an taktischen Feinheiten zu arbeiten. Der neue Rasen soll dabei helfen, das technisch anspruchsvolle Spiel, das Anfang von seiner Mannschaft fordert, noch besser umzusetzen.
«Ein gleichmäßiger, gut gepflegter Rasen macht einen enormen Unterschied«, bestätigt Kapitän Stefan Kutschke. «Der Ball rollt gleichmäßiger, das Passspiel wird präziser, und auch die Verletzungsgefahr sinkt.»
Die Rasenpflege wird auch nach dem Verlegen eine Herausforderung bleiben. Besonders in den Wintermonaten müssen die Platzwarte mit speziellen Wärmelampen und anderen Techniken nachhelfen, um den Rasen in optimalem Zustand zu halten.
Zum ersten Heimspiel der Rückrunde wird der neue Rasen seine Feuertaufe erleben. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass die Spielfläche dann in perfektem Zustand sein wird – ein sattes Grün, das den Rahmen für spannende Fußballspiele in der zweiten Saisonhälfte bieten soll.
Für die ambitionierten Ziele des Vereins ist ein erstklassiger Rasen ein wichtiger Baustein. Die Fans hoffen, dass auf dem neuen Grün auch sportlich eine erfolgreiche Rückrunde wächst.