Nach bangen Stunden der Ungewissheit gibt es erleichternde Nachrichten: Der seit Sonntagabend vermisste elfjährige Noah aus Frankfurt ist wohlbehalten aufgefunden worden. Die Polizei bestätigte am Montagmorgen, dass der Junge unversehrt zu seiner Familie zurückkehren konnte.
«Wir sind überglücklich, dass Noah wieder da ist», sagte Polizeisprecherin Katrin Müller. «Solche Fälle nehmen uns emotional immer sehr mit, umso größer ist jetzt die Erleichterung bei allen Beteiligten.» Der Junge sei körperlich unversehrt und konnte bereits wieder mit seinen Eltern vereint werden.
Noah war am Sonntagabend gegen 19 Uhr im Stadtteil Bornheim zuletzt gesehen worden. Nach einem Streit hatte er die elterliche Wohnung verlassen. Als er nicht zurückkehrte, alarmierten die besorgten Eltern gegen 22 Uhr die Polizei.
Die Behörden leiteten umgehend eine großangelegte Suchaktion ein. Mehrere Streifenwagen durchkämmten die umliegenden Straßen und Parks. Auch ein Polizeihubschrauber war zeitweise im Einsatz. Die Beamten befragten Anwohner und überprüften bekannte Aufenthaltsorte des Jungen.
Zusätzlich hatte die Polizei eine Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet. Über soziale Medien und lokale Nachrichtenportale wurden Bilder und eine Personenbeschreibung von Noah verbreitet. Zahlreiche Frankfurter teilten den Aufruf und hielten in ihren Vierteln Ausschau nach dem Elfjährigen.
«Die Unterstützung aus der Bevölkerung war überwältigend», betonte die Polizeisprecherin. «Viele Menschen haben aktiv mitgeholfen und Hinweise gegeben. Das zeigt den starken Zusammenhalt in unserer Stadt.»
Am frühen Montagmorgen kam dann die erlösende Nachricht: Noah wurde im Stadtteil Nordend entdeckt. Ein aufmerksamer Bürger hatte den Jungen erkannt und die Polizei verständigt. Beamte konnten Noah wohlbehalten in ihre Obhut nehmen und zu seinen Eltern bringen.
Zu den genauen Umständen, wo Noah die Nacht verbracht hat, macht die Polizei zum Schutz des Minderjährigen keine detaillierten Angaben. Es liegen jedoch keine Hinweise auf Fremdeinwirkung vor.
Die Polizei bedankte sich ausdrücklich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die bei der Suche geholfen haben. «In solchen Situationen zählt jede Minute und jede Unterstützung. Die Frankfurter haben einmal mehr bewiesen, dass sie in Notlagen zusammenstehen», so die Sprecherin.
Fälle vermisster Kinder gehören zu den emotionalsten Einsätzen für die Polizei. In Frankfurt gibt es jährlich etwa 70 bis 80 Vermisstenmeldungen von Minderjährigen. Die meisten klären sich innerhalb von 24 Stunden, wenn die Kinder von selbst zurückkehren oder gefunden werden.
Experten raten Eltern, nach einem Streit mit Kindern zunächst das nähere Umfeld und bekannte Anlaufstellen wie Freunde, Verwandte oder beliebte Orte zu überprüfen. Kehrt das Kind nicht zeitnah zurück, sollte umgehend die Polizei eingeschaltet werden. Eine frühe Meldung erhöht die Chancen, vermisste Kinder schnell und unversehrt zu finden.