In der Nacht zum Montag hat ein rücksichtsloser Fahrer die Frankfurter Polizei in Atem gehalten. Was als routinemäßige Verkehrskontrolle begann, entwickelte sich zu einer gefährlichen Verfolgungsjagd durch mehrere Stadtteile.
Gegen 2:30 Uhr wollten Beamte in Sachsenhausen einen grauen BMW mit Frankfurter Kennzeichen kontrollieren. Der Fahrer missachtete jedoch die Haltezeichen und gab Gas. Mit hoher Geschwindigkeit raste er durch die nächtlichen Straßen Frankfurts, wobei er zahlreiche Verkehrsregeln verletzte.
«Der Fahrer ignorierte sämtliche rote Ampeln und fuhr teilweise mit über 120 km/h durch die Stadt», berichtet Polizeisprecherin Lena Weber. «Dabei gefährdete er nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer erheblich.»
Die wilde Fahrt führte von Sachsenhausen über die Friedensbrücke nach Bockenheim. An der Kreuzung Hamburger Allee/Adalbert-Straße verloren die Polizeibeamten den Sichtkontakt zum Flüchtigen. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung konnte der Wagen nicht mehr aufgespürt werden.
Die Polizei hat inzwischen ermittelt, dass der BMW auf eine Autovermietung zugelassen ist. Wer am Steuer saß, bleibt jedoch unklar. Die Ermittler suchen nun dringend Zeugen, die Angaben zum Fahrer machen können oder möglicherweise durch dessen rücksichtslose Fahrweise gefährdet wurden.
«Wir nehmen solche Vorfälle sehr ernst«, betont Weber. «Wer mit solcher Missachtung der Verkehrsregeln durch die Stadt rast, nimmt bewusst schwere Verletzungen oder sogar Todesfälle in Kauf.»
Die Polizei ermittelt nun wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Straßenverkehrsgefährdung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Bei einer Verurteilung drohen dem Fahrer bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe sowie der langfristige Entzug der Fahrerlaubnis.
Zeugen werden gebeten, sich mit dem 8. Polizeirevier unter der Telefonnummer 069/755-10800 in Verbindung zu setzen. Jede Information könnte helfen, den rücksichtslosen Fahrer zu identifizieren.
Die Zahl gefährlicher Verfolgungsfahrten in Frankfurt ist laut Polizeistatistik im vergangenen Jahr um 15 Prozent gestiegen. Besonders in den Nachtstunden kommt es immer wieder zu riskanten Fluchtversuchen vor Kontrollen.