Der Wintereinbruch fordert sein erstes Opfer. Gestern Abend verunglückte ein Kleinbus im verschneiten Erzgebirge. Die Bilder vom Unfallort lassen mich erschaudern – ein zerstörtes Fahrzeug neben einer schneebedeckten Landstraße. Für eine 69-jährige Mitfahrerin kam jede Hilfe zu spät.
Die Polizei berichtet von dramatischen Szenen. Der 62-jährige Fahrer verlor auf der winterglatten Straße zwischen Großrückerswalde und Marienberg die Kontrolle. Der Bus kam von der Fahrbahn ab und prallte mit voller Wucht gegen einen Baum. «Diese plötzlichen Wintereinbrüche stellen Autofahrer immer wieder vor große Herausforderungen», erklärt Verkehrssicherheitsexperte Michael Krause. Insgesamt sechs Personen befanden sich im Fahrzeug. Fünf wurden teils schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Noch auf dem Weg zur Redaktion sah ich heute mehrere Streufahrzeuge im Einsatz. Der erste Schnee im Jahr überrascht uns immer wieder.
Der tragische Unfall mahnt zur Vorsicht in der kalten Jahreszeit. Erst letzte Woche habe ich selbst erlebt, wie schnell eine vermeintlich sichere Straße zur Rutschbahn werden kann. Die Wetterprognosen kündigen weiteren Schneefall an. Zeit, die Winterreifen zu überprüfen und die Fahrweise anzupassen. Manche Wege können warten, bis der Winterdienst seine Arbeit getan hat.