Der Morgen begann für uns alle mit erschütternden Nachrichten. Ein Reisebus voller Berliner Schüler verunglückte auf der A9 in Thüringen. Die Bilder vom Unfallort lassen mich nicht los. 38 Jugendliche des Friedenauer Gymnasiums waren unterwegs zu einer Klassenfahrt, als das Unglück geschah.
Ersten Ermittlungen zufolge kam der Bus gegen 6:30 Uhr von der Fahrbahn ab und kippte auf die Seite. 27 Personen wurden verletzt, fünf davon schwer. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Hubschrauber, Notärzte und Sanitäter kämpften um jedes Leben. «In solchen Momenten zählt jede Minute,» erklärte Einsatzleiter Michael Hoffmann. «Die Zusammenarbeit aller Rettungskräfte war vorbildlich.» Die unverletzten Schüler standen unter Schock. Ich erinnere mich an einen ähnlichen Unfall vor drei Jahren, als ich für eine Reportage mit Notfallseelsorgern unterwegs war. Die emotionalen Narben bleiben oft länger als die körperlichen.
Die A9 wurde in Richtung Berlin für Stunden gesperrt. Eine Sondersitzung des Krisenstabes wurde einberufen. Die Schule hat inzwischen eine Telefon-Hotline für besorgte Eltern eingerichtet. Die genaue Unfallursache bleibt unklar. War es Sekundenschlaf? Technisches Versagen? Während Experten nach Antworten suchen, denke ich an die Familien, deren Alltag sich heute für immer verändert hat.