Berlin Verkehrsstörungen Mittwoch: Diese Straßen sind betroffen
Pendler und Autofahrer in Berlin müssen sich auch heute auf zahlreiche Verkehrsbehinderungen einstellen. Mehrere wichtige Verkehrsadern sind von Baustellen und temporären Sperrungen betroffen. Besonders in den Bezirken Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg kommt es zu erheblichen Einschränkungen.
In Berlin-Mitte sorgt die Großbaustelle am Alexanderplatz weiterhin für Verzögerungen. Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Tramlinien schreiten voran, was zu einer einspurigen Verkehrsführung in der Karl-Liebknecht-Straße führt. Anwohner berichten von bis zu 25 Minuten Zeitverlust während der morgendlichen Stoßzeiten.
«Die Situation ist besonders für Pendler eine Herausforderung», erklärt Verkehrsexpertin Claudia Werner. «Wer kann, sollte auf öffentliche Verkehrsmittel oder alternative Routen ausweichen.»
Eine weitere Großbaustelle befindet sich auf der Leipziger Straße, wo die Fahrbahnsanierung zwischen Leipziger Platz und Wilhelmstraße für stockenden Verkehr sorgt. Hier ist nur ein Fahrstreifen pro Richtung freigegeben. Die Verkehrslenkung Berlin rechnet mit Verzögerungen von bis zu 15 Minuten.
In Charlottenburg-Wilmersdorf müssen Autofahrer besonders geduldig sein. Auf dem Kaiserdamm zwischen Sophie-Charlotten-Straße und Messedamm wird die Fahrbahn erneuert. Der Verkehr wird einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Diese Baumaßnahme soll noch bis Ende Oktober andauern.
Die Situation in Friedrichshain-Kreuzberg ist ebenfalls angespannt. Die Warschauer Straße ist zwischen Revaler Straße und Helsingforser Platz teilweise gesperrt. Hier werden Leitungsarbeiten durchgeführt, die voraussichtlich bis zum 15. November abgeschlossen sein sollen. Der Verkehr wird über die Revaler Straße und den Helsingforser Platz umgeleitet.
Stadtauswärts müssen Autofahrer auf der A100 im Bereich des Dreiecks Funkturm mit Behinderungen rechnen. «Zwischen 7 und 9 Uhr morgens bilden sich hier regelmäßig lange Staus», berichtet Martin Schneider vom ADAC Berlin-Brandenburg. «Wir empfehlen, mindestens 30 Minuten mehr Zeit einzuplanen oder auf die Stadtbahn auszuweichen.»
Die BVG passt ihr Angebot an die Baustellensituation an. Auf mehreren Buslinien, darunter die M29, X9 und 100, kommt es zu Umleitungen und längeren Fahrzeiten. Besonders die Linie M29, die normalerweise über den Kurfürstendamm verkehrt, ist von Verzögerungen betroffen.
Für Radfahrer gibt es ebenfalls Einschränkungen. Der Radweg entlang der Frankfurter Allee ist zwischen Warschauer Straße und Möllendorffstraße teilweise nicht nutzbar. Hier werden alternative Routen über Nebenstraßen empfohlen.
«Die aktuellen Verkehrsbehinderungen sind Teil unserer langfristigen Strategie zur Verbesserung der städtischen Infrastruktur», erklärt Bezirksstadtrat Ephraim Gothe. «Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis und Geduld.»
Fußgänger sind von den Bauarbeiten am Alexanderplatz und in der Friedrichstraße betroffen. Hier wurden Umleitungen eingerichtet, die mit gelben Schildern gekennzeichnet sind.
Die Polizei Berlin empfiehlt allen Verkehrsteilnehmern, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. Aktuelle Informationen zu Staus und Baustellen gibt es über die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) sowie über verschiedene Navigations-Apps.
Für den Berufsverkehr am Nachmittag werden besonders auf der Stadtautobahn und den Ausfallstraßen längere Staus erwartet. Verkehrsexperten raten, wenn möglich, auf Zeiten außerhalb der Hauptverkehrszeiten auszuweichen oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
Die meisten aktuellen Baustellen sind Teil des Berliner Straßensanierungsprogramms, das noch bis Ende des Jahres fortgeführt wird. Einige Projekte, wie die Tramlinien-Erweiterung am Alexanderplatz, werden sogar bis ins nächste Jahr hinein andauern.
Besonders betroffen sind heute also der Alexanderplatz, die Leipziger Straße, der Kaiserdamm, die Warschauer Straße sowie die A100 im Bereich Dreieck Funkturm. Wer diese Bereiche passieren muss, sollte mehr Zeit einplanen oder auf Alternativen ausweichen.