Ein tragischer Unfall auf dem Atlantik erschüttert die Berliner Segelgemeinschaft. Ein 28-jähriges Crewmitglied des Berliner Segelvereins kam bei einem Unfall auf einer deutschen Segelyacht ums Leben.
Der Vorfall ereignete sich etwa 300 Seemeilen vor der portugiesischen Küste. Nach ersten Erkenntnissen wurde der junge Segler bei schwerer See von einer Welle erfasst und über Bord geschleudert. Trotz sofortiger Rettungsversuche durch die Crew konnte der Mann nur noch tot geborgen werden.
«Wir sind zutiefst erschüttert über diesen schrecklichen Verlust», sagt Michael Weber, Vorsitzender des betroffenen Berliner Segelvereins. «Er war ein erfahrener Segler und beliebtes Vereinsmitglied, der seine Leidenschaft fürs Segeln mit allen teilte.»
Die Yacht befand sich auf einer Überführungsfahrt von den Kanarischen Inseln nach Lissabon. An Bord waren insgesamt sechs Personen, darunter vier Berliner Segler. Die Wetterbedingungen hatten sich nach Aussagen von Crewmitgliedern plötzlich verschlechtert.
Die portugiesische Küstenwache wurde umgehend alarmiert und koordinierte die Rettungsmaßnahmen. Ein Rettungshubschrauber brachte die restlichen Crewmitglieder sicher an Land. Die übrigen Segler stehen unter Schock und werden psychologisch betreut.
«Es war ein unglücklicher Unfall bei unberechenbaren Seebedingungen», erklärt Kapitän Stefan Müller, der ebenfalls an Bord war. «Wir hatten alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen, aber gegen die Naturgewalten kann man manchmal nichts ausrichten.»
Der Verein hat für das kommende Wochenende alle Segelaktivitäten abgesagt und plant eine Gedenkveranstaltung. Viele Mitglieder haben bereits Beileidsbekundungen in den sozialen Medien geteilt.
Die genauen Umstände des Unfalls werden derzeit von den portugiesischen Behörden untersucht. Erste Berichte deuten auf eine Kombination aus schwierigen Wetterverhältnissen und einer plötzlichen Kursänderung der Yacht hin.
Die Deutsche Segler-Vereinigung hat ihr Beileid ausgesprochen und betont die Bedeutung von Sicherheitsmaßnahmen beim Hochseesegeln. «Dieser tragische Vorfall erinnert uns alle daran, wie unberechenbar das Meer sein kann», sagt Präsident Mona Küppers.
Die Angehörigen des verunglückten Seglers werden von der deutschen Botschaft in Portugal betreut. Der Berliner Segelverein hat zudem eine Spendenaktion für die Familie des Verstorbenen ins Leben gerufen.
Dieser Unfall reiht sich in eine Serie von Segelunglücken in diesem Jahr ein. Erst vor zwei Monaten kam es vor der spanischen Küste zu einem ähnlichen Vorfall, bei dem zwei Segler ums Leben kamen.
Experten raten Seglern, besonders in der Herbst- und Winterzeit, zu erhöhter Vorsicht auf dem Atlantik. Die Wetterbedingungen können sich in dieser Jahreszeit besonders schnell ändern.