Dramatische Szenen haben sich am Donnerstagabend im Hamburger Stadtteil Steilshoop abgespielt. In einem Pflegeheim an der Gropiusstraße brach gegen 19:30 Uhr ein Brand aus. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an, nachdem mehrere Notrufe eingegangen waren.
Nach ersten Informationen soll das Feuer in einem Zimmer im ersten Stock ausgebrochen sein. Dichter Rauch breitete sich schnell im Gebäude aus. Die Einsatzkräfte erhöhten umgehend die Alarmstufe, was zur Folge hatte, dass insgesamt 14 Löschfahrzeuge und mehrere Rettungswagen zum Einsatzort eilten.
«Der schnelle Einsatz unserer Kräfte war entscheidend», berichtet Feuerwehrsprecher Michael Müller. «Bei Bränden in Pflegeeinrichtungen steht der Schutz der oftmals in ihrer Mobilität eingeschränkten Bewohner an erster Stelle.»
Die Feuerwehrleute konnten die Flammen zügig unter Kontrolle bringen. Dank des beherzten Eingreifens von Pflegepersonal und Rettungskräften wurden alle Bewohner rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Nach aktuellen Informationen wurden sieben Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst versorgt. Drei von ihnen mussten zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.
Das betroffene Zimmer brannte vollständig aus. Auch angrenzende Räume wurden durch Rauch und Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr führte umfangreiche Belüftungsmaßnahmen durch, um das Gebäude vom giftigen Rauch zu befreien.
Eine Anwohnerin, die das Geschehen beobachtete, schildert: «Es war beängstigend zu sehen, wie schnell sich der Rauch ausbreitete. Aber die Rettungskräfte waren wirklich beeindruckend organisiert und haben die Bewohner sehr fürsorglich betreut.»
Die Bewohner des betroffenen Gebäudeteils konnten vorübergehend in anderen Bereichen des Pflegeheims untergebracht werden. Das Hamburger Rote Kreuz unterstützte bei der Versorgung der Betroffenen mit warmen Getränken und Decken.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein technischer Defekt an einem elektrischen Gerät das Feuer ausgelöst haben. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 50.000 Euro geschätzt.
Für die kommenden Tage hat die Heimleitung in Zusammenarbeit mit den Behörden einen Plan erarbeitet, um die betroffenen Bewohner angemessen zu versorgen und die beschädigten Räume so schnell wie möglich zu sanieren.
Bezirksamtsleiter Thomas Weber lobte den Einsatz: «Das schnelle und professionelle Handeln aller Beteiligten hat Schlimmeres verhindert. Nun ist es wichtig, den betroffenen Bewohnern bestmöglich beizustehen.»
Der Vorfall zeigt einmal mehr, wie wichtig regelmäßige Brandschutzübungen und gut funktionierende Alarmsysteme in Pflegeeinrichtungen sind. Die Feuerwehr Hamburg führt regelmäßig Begehungen in solchen Einrichtungen durch, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein.