Der Duft von süßen Parfüms und das Rascheln von Seidenpapier erfüllen seit gestern die Luft im Hamburger Alstertal-Einkaufszentrum. Victoria’s Secret hat seinen ersten vollwertigen Store auf deutschem Boden eröffnet. Die berühmte Unterwäschemarke aus den USA, bekannt für ihre glamourösen Modenschauen mit «Engeln», setzt damit einen neuen Meilenstein in ihrer europäischen Expansion.
Zwischen rosa Wänden und glitzernden Displays drängen sich neugierige Kundinnen und Kunden. Das Sortiment umfasst nicht nur die bekannte Lingerie, sondern auch Bademode, Nachtwäsche und Kosmetikprodukte. «Wir spüren eine enorme Begeisterung bei unseren deutschen Kundinnen«, erklärt Martin Waters, CEO von Victoria’s Secret. «Hamburg ist erst der Anfang unserer Deutschlandstrategie.»
Bislang konnten deutsche Fans die Produkte nur online oder in kleinen Shop-in-Shop-Flächen erwerben. Die Eröffnung markiert einen Strategiewechsel des Unternehmens. Während meines Rundgangs fällt auf, wie viele junge Frauen Selfies vor den ikonischen rosa Dekorationen machen. Eine Szene, die ich sonst nur aus amerikanischen Shopping-Malls kenne.
Weitere Filialen in Berlin, München und Köln sollen bald folgen. Dies geschieht in einer Zeit, in der Victoria’s Secret sein Image von übersexualisierten Werbekampagnen zu mehr Diversität und Inklusivität wandelt. Die Marke reagiert damit auf veränderte Kundenerwartungen. Ob die deutschen Konsumenten diesen Wandel annehmen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.