Am kommenden Samstag wird Düsseldorf Schauplatz einer großen Demonstration gegen das iranische Regime. Mehrere tausend Teilnehmende werden in der Innenstadt erwartet. Für Anwohner und Besucher bedeutet dies erhebliche Verkehrseinschränkungen, besonders im Bereich der Innenstadt.
Die Polizei rechnet mit bis zu 10.000 Menschen, die unter dem Motto «Freiheit für den Iran» auf die Straße gehen werden. Der Protest richtet sich gegen die Menschenrechtsverletzungen im Iran und fordert ein Ende der Unterdrückung durch das islamische Regime.
Die Demonstration beginnt um 14 Uhr am Hauptbahnhof. Von dort ziehen die Teilnehmenden durch die Innenstadt. Die Route führt über zentrale Verkehrsachsen, weshalb die Polizei großräumige Sperrungen einrichten wird. Diese beginnen bereits am Vormittag und können bis in die frühen Abendstunden andauern.
Folgende Bereiche sind besonders betroffen:
- Die Umgebung des Hauptbahnhofs
- Die Königsallee
- Der Bereich um den Graf-Adolf-Platz
- Die Rheinpromenade
Die Rheinbahn passt ihren Fahrplan entsprechend an. Mehrere Straßenbahnlinien werden umgeleitet, und bei einigen Buslinien kommt es zu geänderten Routen. Fahrgäste sollten mehr Zeit einplanen und sich vorab über Alternativen informieren.
Auch für Autofahrer gibt die Polizei klare Empfehlungen: «Wer kann, sollte die Innenstadt am Samstag weiträumig umfahren», erklärt Polizeisprecherin Anja Weber. «Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen und empfehlen, wenn möglich, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen.»
Die Demonstration steht im Zusammenhang mit den anhaltenden Protesten im Iran, die seit dem Tod der jungen Kurdin Jina Mahsa Amini im September 2022 nicht abgerissen sind. Die 22-Jährige starb im Gewahrsam der Sittenpolizei, nachdem sie wegen angeblich «unislamischer Kleidung» festgenommen worden war.
In Deutschland leben viele iranische Exilanten, die regelmäßig gegen das Regime in Teheran demonstrieren. Düsseldorf ist dabei ein wichtiger Versammlungsort. Die Organisatoren der Demonstration betonen die Solidarität mit den Menschen im Iran, die für Freiheit und Demokratie kämpfen.
Die Polizei Düsseldorf bereitet sich mit einem Großaufgebot auf den Einsatz vor. Neben der Verkehrsregelung steht auch der Schutz der Demonstrierenden im Fokus. «Wir werden mit ausreichend Kräften vor Ort sein, um einen friedlichen und sicheren Ablauf zu gewährleisten», so Weber.
Anwohner und Besucher sollten die Verkehrsmeldungen am Samstag im Blick behalten und genügend Zeit für Wege in und durch die Innenstadt einplanen. Die Polizei richtet zudem eine Hotline ein, über die aktuelle Informationen zu Verkehrsbehinderungen abgefragt werden können.
Die Stadt Düsseldorf unterstützt die Demonstration und bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen. Bürgermeister Thomas Geisel betont: «Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut in unserer Demokratie. Wir stehen an der Seite aller Menschen, die für Freiheit und Menschenrechte eintreten.»