Am regennassen Samstagabend erlebten 30.000 Fans im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion einen elektrisierenden Elb-Classico. Dynamo Dresden setzte sich in einem hart umkämpften Derby mit 2:1 gegen den 1. FC Magdeburg durch. Der Sieg katapultiert die Schwarz-Gelben auf Rang 14 und verschafft vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Nach zuvor drei sieglosen Spielen atmet ganz Dresden auf.
Die Gastgeber starteten furios in die Partie. Bereits in der 7. Minute nutzte Christoph Daferner eine Unachtsamkeit in der Magdeburger Abwehr und schob eiskalt zur Führung ein. Das Team von Trainer Alexander Schmidt dominierte die erste Halbzeit mit aggressivem Pressing. Nach der Pause erhöhte Heinz Mörschel in der 63. Minute per Direktabnahme auf 2:0. «Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, dass wir dieses Derby unbedingt gewinnen wollen», erklärte Kapitän Tim Knipping nach dem Spiel.
Die Magdeburger gaben sich jedoch nicht geschlagen. Der eingewechselte Luca Schuler verkürzte in der 78. Minute und ließ den mitgereisten Fanblock kurzzeitig hoffen. In der Schlussphase warfen die Gäste alles nach vorne. Die letzten zehn Minuten verwandelten das Stadion in einen Hexenkessel. Die Dynamo-Abwehr hielt dem Druck stand. Besonders beeindruckend: Die gelb-schwarze Choreografie der Heimfans beim Einlaufen der Mannschaften.
Dieser Derbysieg könnte für Dresden der Wendepunkt im Abstiegskampf sein. «Solche Spiele schweißen zusammen und geben Selbstvertrauen», betonte Trainer Schmidt auf der Pressekonferenz. Der Erfolg im traditionsreichen Ostderby verleiht den Dresdnern wichtigen Rückenwind für die kommenden Aufgaben. In einer Liga, wo jeder jeden schlagen kann, zählt am Ende des Tages vor allem Kampfgeist – und den haben die Dynamos heute eindrucksvoll bewiesen.