Der Himmel über Minden färbte sich gestern Abend feuerrot. Ein gewaltiger Brand zerstörte ein Geschäftsgebäude im Stadtzentrum. Die Flammen schlugen meterhoch, während Rauchschwaden über die Dächer zogen. Noch heute Morgen rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot aus, um letzte Glutnester zu bekämpfen.
Der Sachschaden wird auf einen siebenstelligen Betrag geschätzt. Betroffen sind mehrere Geschäfte und Büros, die nun vor dem Nichts stehen. «So etwas haben wir in Minden lange nicht erlebt», erklärt Einsatzleiter Michael Berger. «Das Feuer breitete sich extrem schnell aus.» Glücklicherweise wurde niemand verletzt, da das Gebäude zum Brandzeitpunkt leer stand.
Ich war selbst vor Ort, als die ersten Löschfahrzeuge eintrafen. Die Hitze war noch aus 100 Metern Entfernung spürbar. Ein Anwohner erzählte mir mit zitternder Stimme: «Erst hörte ich ein Knallen, dann sah ich die Flammen.» Besonders betroffen macht mich das Schicksal des kleinen Buchladens im Erdgeschoss. Die Inhaberin hatte erst vor zwei Monaten nach langem Sparen eröffnet.
Die Ursache des Feuers ist noch unklar. Brandermittler werden das Gebäude untersuchen, sobald es betreten werden kann. Der Vorfall zeigt, wie verletzlich unsere Innenstädte sind. Während die materielle Hilfe anläuft, organisieren Mindener Bürger bereits eine Spendenaktion für die betroffenen Geschäftsleute. In Krisen rückt die Gemeinschaft zusammen.