In der Nacht zum Donnerstag ereignete sich in Berlin-Mitte ein tragischer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Ein BMW prallte gegen einen Baum, wobei der Beifahrer so schwer verletzt wurde, dass er später im Krankenhaus verstarb. Der Fahrer flüchtete vom Unfallort, ohne sich um seinen schwerverletzten Beifahrer zu kümmern.
Der Unfall geschah kurz nach Mitternacht an der Kreuzung Torstraße/Prenzlauer Allee. Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei verlor der Fahrer die Kontrolle über den Wagen und kollidierte mit voller Wucht mit einem Baum am Straßenrand. Zeugen berichten, dass der Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein soll.
«Der Aufprall war so heftig, dass Fahrzeugteile weit über die Straße verstreut wurden», berichtet eine Anwohnerin, die durch den lauten Knall geweckt wurde. «Es war erschreckend zu sehen, wie der Fahrer aus dem Wagen stieg und davonrannte, ohne sich um seinen Beifahrer zu kümmern.»
Rettungskräfte, die schnell am Unfallort eintrafen, fanden den schwerverletzten 27-jährigen Beifahrer eingeklemmt im Wrack vor. Die Feuerwehr musste ihn mit schwerem Gerät aus dem völlig zerstörten Fahrzeug befreien. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen und schnellem Transport ins Krankenhaus erlag der Mann seinen schweren Verletzungen.
Die Polizei hat eine Großfahndung nach dem flüchtigen Fahrer eingeleitet. «Wir setzen alle verfügbaren Mittel ein, um den Fahrer zu identifizieren und festzunehmen», erklärt ein Polizeisprecher. «Fahrerflucht ist schon schlimm genug, aber einen schwerverletzten Menschen hilflos zurückzulassen, ist besonders verwerflich.»
Die Ermittler gehen davon aus, dass der BMW-Fahrer deutlich zu schnell unterwegs war. In diesem Bereich der Torstraße gilt Tempo 30. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort aufgenommen.
Am Unfallort haben Anwohner und Freunde des Verstorbenen inzwischen Blumen und Kerzen niedergelegt. «Er war ein guter Mensch, der noch sein ganzes Leben vor sich hatte», sagt ein Freund des Opfers mit Tränen in den Augen.
Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Unfall oder zum flüchtigen Fahrer geben können, sich bei jeder Polizeidienststelle oder unter der Telefonnummer 030-4664-4664 zu melden. Auch anonyme Hinweise werden entgegengenommen.
Verkehrsexperten weisen darauf hin, dass die Torstraße immer wieder Schauplatz gefährlicher Situationen ist. «Trotz Tempo-30-Zone wird hier oft gerast. Wir fordern seit langem mehr Verkehrskontrollen und bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung», erklärt ein Sprecher des Verkehrsclubs Berlin.
Der Bezirk Mitte hat angekündigt, die Sicherheitssituation an der Unfallkreuzung zu überprüfen und gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um weitere schwere Unfälle zu verhindern.