Vom Rückstand zur Wende in nur acht Minuten – der SC Freiburg demonstrierte gegen Köln beeindruckende Comeback-Qualitäten. Die Breisgauer drehten die Partie nach frühem Rückstand noch vor der Pause zu ihren Gunsten. Mit 2:1 setzten sie sich letztlich durch und bestätigten ihren starken Saisonstart mit nun bereits 14 Punkten aus sieben Spielen.
Der Europapark Stadion bebte, als die Hausherren trotz des frühen Rückstands durch Waldschmidts Treffer in der 19. Minute zurückschlugen. Besonders Lucas Höler zeigte sich in Torlaune. Seine präzise Direktabnahme nach Kübler-Flanke zum Ausgleich ließ FC-Keeper Schwäbe keine Chance. Nur acht Minuten später war es erneut Höler, der nach einem Eckball goldrichtig stand und die Kugel über die Linie drückte. «Die Mannschaft hat Charakter gezeigt», lobte Trainer Christian Streich am Spielfeldrand. «Nach dem Rückstand haben wir nicht den Kopf verloren, sondern weiter unser Spiel durchgezogen.»
Die Kölner, die zunächst mutig auftraten, verloren nach der Freiburger Doppelschlag merklich an Durchschlagskraft. FC-Coach Timo Schultz wirkte an der Seitenlinie zunehmend frustriert. «Wir haben zu einfache Gegentore kassiert und dann den Faden verloren», analysierte er später. Die Defensive der Freiburger stand nach der Pause sicher. Besonders Matthias Ginter dirigierte die Abwehr souverän.
Die Schlussphase gehörte dann ganz den leidenschaftlich kämpfenden Freiburgern. Der frenetische Support der Fans trug das Team förmlich über die Ziellinie. Für den SC ein wichtiger Erfolg im Kampf um die europäischen Plätze. Für die Kölner dagegen setzt sich die Auswärtsmisere fort. Die Breisgauer beweisen einmal mehr: Mit ihrer Heimstärke und diesem unbändigen Willen müssen die Großen der Liga den SC weiterhin auf der Rechnung haben.