Am Berliner Waldrand zeigte Borussia Dortmund gestern seine Auswärtsstärke. Mit einem überzeugenden 2:0-Sieg nahmen die Schwarz-Gelben drei wichtige Punkte aus der Alten Försterei mit. Besonders auffällig: Die Effizienz des BVB, der aus nur vier Torschüssen zwei Treffer erzielte. Union Berlin hingegen bleibt mit nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen im Tabellenkeller stecken.
Die Weichen für den Dortmunder Erfolg stellte Jamie Bynoe-Gittens bereits in der 14. Minute. Nach perfektem Zuspiel von Julian Brandt vollendete der Engländer eiskalt ins lange Eck. Union wirkte geschockt, fand aber keine Antwort gegen die kompakte BVB-Defensive. «Wir haben heute genau den Matchplan umgesetzt, den wir uns vorgenommen haben», erklärte Trainer Edin Terzić nach dem Spiel. «Defensiv stabil stehen und dann unsere Umschaltmomente nutzen.»
Genau dieses Konzept fruchtete auch beim zweiten Treffer. Nach Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Dortmunder blitzschnell um. Donyell Malen ließ sich die Chance nicht nehmen und erhöhte in der 54. Minute auf 2:0. Die Atmosphäre im Stadion, sonst ein Trumpf der Eisernen, wirkte gedämpft. Selbst die Waldseite, normalerweise Berlins lautstarke Heimat, verstummte zusehends.
Union-Coach Nenad Bjelica wirkte ratlos: «Uns fehlt derzeit einfach das Selbstvertrauen im Abschluss.» Für Dortmund bedeutet der Sieg wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze. Mit diesem Auswärtserfolg festigt der BVB seine Position in der oberen Tabellenhälfte. Die Frage bleibt: Kann die Terzić-Elf diese Effizienz auch gegen die kommenden Gegner auf den Rasen bringen?