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Nachrichten Lokal > Nachrichten > Hamburg > Führerscheinreform Hamburg trifft Fahrschulen hart
Hamburg

Führerscheinreform Hamburg trifft Fahrschulen hart

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: Februar 5, 2026 5:55 am
Julia Becker
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Die geplante Reform der Führerscheinregeln sorgt in Hamburg für erhebliche Unsicherheit. Viele potenzielle Fahrschüler schieben ihren Führerschein auf, was den Fahrschulen der Stadt spürbar zu schaffen macht. Seit Monaten gehen die Anmeldezahlen zurück, berichten mehrere Fahrschulleiter aus verschiedenen Stadtteilen.

«Seit bekannt wurde, dass die Bundesregierung die Führerscheinregeln ändern will, haben wir mindestens 30 Prozent weniger Anmeldungen«, erklärt Martin Westphal, Inhaber der Fahrschule Elbe in Ottensen. «Die Leute warten ab, ob sie bald günstiger oder einfacher an den Führerschein kommen können.»

Die Reform, die Bundesverkehrsminister Volker Wissing vorgeschlagen hat, würde erhebliche Änderungen beim Führerscheinerwerb mit sich bringen. Unter anderem sollen Fahranfänger schon mit 16 Jahren in Begleitung eines erfahrenen Fahrers Auto fahren dürfen. Außerdem ist im Gespräch, die Mindeststundenzahl für Fahrschüler zu reduzieren und die theoretische Ausbildung teilweise durch Online-Kurse zu ersetzen.

Diese Aussicht lässt viele Hamburgerinnen und Hamburger zögern. «Warum jetzt einen teuren Führerschein machen, wenn es in ein paar Monaten vielleicht günstiger geht?», fasst Fahrlehrer Klaus Petersen aus Barmbek die Überlegungen vieler zusammen. Seine Fahrschule verzeichnet seit Jahresbeginn einen Rückgang der Neuanmeldungen um fast 25 Prozent.

Der Hamburger Fahrlehrerverband bestätigt diesen Trend. «Unsere Mitglieder melden stadtübergreifend ähnliche Erfahrungen», sagt Verbandssprecherin Laura Schulz. «Besonders die jüngeren Fahrschüler zwischen 17 und 20 Jahren bleiben derzeit aus.»

Für die rund 180 Fahrschulen in Hamburg bedeutet dies eine ernste wirtschaftliche Herausforderung. Einige müssen bereits Fahrlehrer in Kurzarbeit schicken oder ihre Öffnungszeiten reduzieren. «Wir haben feste Kosten für Fahrzeuge, Miete und Personal, aber immer weniger Einnahmen», erklärt Fahrschulinhaber Sven Hartmann aus Wandsbek. «Wenn sich das nicht bald ändert, werden einige Fahrschulen schließen müssen.»

Die Verunsicherung wird durch die unklare Zeitplanung der Reform verstärkt. Ursprünglich sollten die Änderungen bereits Anfang 2023 in Kraft treten, doch inzwischen ist von Ende 2023 oder sogar erst 2024 die Rede. Diese Verzögerungen verschärfen die Situation für die Fahrschulen zusätzlich.

Dabei sind die Bedenken der angehenden Fahrschüler nicht immer begründet. «Viele verstehen nicht, dass die Reform hauptsächlich die Rahmenbedingungen ändert, nicht unbedingt die Kosten», erläutert Fahrlehrerin Nadia Weber. «Ein Führerschein wird auch nach der Reform eine erhebliche Investition bleiben.»

Die durchschnittlichen Kosten für einen Führerschein der Klasse B liegen in Hamburg derzeit bei etwa 2.200 bis 3.000 Euro. Durch die Reform könnten die Kosten etwas sinken, da weniger Pflichtstunden vorgesehen sind. Verkehrsexperten warnen jedoch, dass dadurch die Qualität der Ausbildung leiden könnte.

«Gerade in einer verkehrsreichen Großstadt wie Hamburg ist gründliches Fahrtraining besonders wichtig», betont Verkehrssicherheitsexpertin Dr. Anke Meyer. «Weniger Fahrstunden bedeuten weniger Übung im Stadtverkehr, was das Unfallrisiko erhöhen könnte.»

Einige Fahrschulen reagieren kreativ auf die Krise. Die «Drive Smart»-Fahrschule in Eimsbüttel bietet inzwischen eine Preisgarantie an: Sollte die Reform tatsächlich zu günstigeren Konditionen führen, wird die Differenz erstattet. «So nehmen wir den Leuten die Angst, jetzt zu viel zu bezahlen», erklärt Geschäftsführer Thomas Brandt.

Auch die Fahrschule «Highway» in Altona lockt mit speziellen Angeboten: «Wer jetzt anfängt, bekommt drei Sonderfahrten gratis«, wirbt Inhaber Markus Schmidt. «Damit gleichen wir eventuelle Vorteile der Reform schon jetzt aus.»

Der Senat der Stadt Hamburg beobachtet die Entwicklung mit Sorge. «Fahrschulen sind ein wichtiger Teil der Verkehrsinfrastruktur», erklärt ein Sprecher der Verkehrsbehörde. «Wir stehen im engen Austausch mit dem Fahrlehrerverband, um die Situation zu bewerten.»

Für die Fahrschüler selbst hat das Warten aber auch Nachteile. «Wer jetzt seinen Führerschein aufschiebt, verschenkt wertvolle Monate der Mobilität», gibt Fahrlehrer Westphal zu bedenken. «Außerdem könnte es nach Inkrafttreten der Reform zu einem Ansturm und langen Wartezeiten kommen.»

Die Hamburger Fahrschulen hoffen nun auf baldige Klarheit aus Berlin. «Am schlimmsten ist die Ungewissheit», fasst Verbandssprecherin Schulz zusammen. «Sobald die Reform konkret wird – egal mit welchen Änderungen – kann sich der Markt wieder normalisieren.»

Bis dahin bleibt den Fahrschulen nur, ihre laufenden Kosten zu reduzieren und mit attraktiven Angeboten gegen den Trend anzukämpfen. Für angehende Fahrschülerinnen und Fahrschüler in Hamburg heißt es: abwägen zwischen möglichen künftigen Ersparnissen und dem Wert der sofortigen Mobilität.

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VonJulia Becker
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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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