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Nachrichten Lokal > Nachrichten > Dresden > Neonazi Aufmarsch Dresden 2026: Bedeutung für die Stadt
Dresden

Neonazi Aufmarsch Dresden 2026: Bedeutung für die Stadt

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: Februar 5, 2026 9:25 am
Julia Becker
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Seit Wochen beschäftigt ein Thema die Dresdner Stadtgesellschaft: Rechtsextreme Gruppen haben für Februar 2026 einen großen Aufmarsch in der Landeshauptstadt angekündigt. Zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 planen mehrere Neonazi-Organisationen einen sogenannten «Trauermarsch» durch die Innenstadt. Die Ankündigung sorgt bereits jetzt für erhebliche Unruhe in der Stadt und wirft wichtige Fragen auf – für die Stadtpolitik, die Sicherheitsbehörden und vor allem für die Zivilgesellschaft.

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen rechnen die Behörden mit bis zu 5.000 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischen Ausland. Dies wäre der größte rechtsextreme Aufmarsch in Dresden seit über einem Jahrzehnt. Die Polizeidirektion Dresden bestätigte auf Anfrage, dass bereits eine entsprechende Versammlung angemeldet wurde und man sich auf einen umfangreichen Einsatz vorbereite.

«Wir stehen vor einer Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können», erklärte Oberbürgermeister Dirk Hilbert in einer Stellungnahme. «Dresden hat in der Vergangenheit gezeigt, dass wir als demokratische Stadtgesellschaft zusammenstehen, wenn es darauf ankommt.»

Geschichte der Instrumentalisierung

Die Instrumentalisierung des Gedenkens an die Bombardierung Dresdens hat eine lange Geschichte. Bereits zu DDR-Zeiten wurde der 13. Februar politisch aufgeladen. Nach der Wende nutzten rechtsextreme Gruppen den Tag zunehmend für ihre Propaganda. Zwischen 2009 und 2012 marschierten regelmäßig tausende Neonazis durch die Stadt, bis eine breite Gegenbewegung der Bürgerschaft die Aufmärsche zurückdrängte.

«Die Rechtsextremen haben das historische Gedenken immer wieder missbraucht, um ihre menschenverachtende Ideologie zu verbreiten», erklärt Michael Nattke vom Kulturbüro Sachsen, das zu rechtsextremen Strukturen im Freistaat forscht. «Mit dem geplanten Großaufmarsch 2026 versuchen sie, an frühere ‹Erfolge› anzuknüpfen und neue Anhänger zu mobilisieren.»

Besonders besorgniserregend ist laut Experten die aktuelle gesellschaftliche Situation. Studien zeigen eine zunehmende Akzeptanz rechtsextremer Einstellungen, die den Neonazis in die Hände spielen könnte. Eine aktuelle Umfrage der TU Dresden belegt, dass fremdenfeindliche Positionen in Sachsen überdurchschnittlich verbreitet sind. Zugleich wächst jedoch auch der demokratische Widerstand in der Bevölkerung.

Herausforderungen für die Stadt

Für die Stadtgesellschaft bedeutet der angekündigte Aufmarsch eine große Belastung. Dresden steht vor der schwierigen Aufgabe, einerseits das würdige Gedenken an die Opfer des Krieges zu ermöglichen und andererseits den Missbrauch dieses Gedenkens zu verhindern.

«Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie Neonazis unser Dresden als Bühne für ihre Propaganda nutzen», sagt Uta Schmidt vom Bündnis «Dresden für Demokratie». Die Initiative koordiniert bereits jetzt den zivilgesellschaftlichen Protest. «Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir mit friedlichem Widerstand und kreativen Aktionen die Stadt schützen können.»

Auch die Dresdner Wirtschaft blickt mit Sorge auf den geplanten Aufmarsch. «Ein Neonazi-Aufmarsch dieser Größenordnung schadet dem Image unserer Stadt erheblich», erklärt Robert Fischer vom Tourismusverband Dresden. Der Februar sei eigentlich eine wichtige Zeit für Hotels und Gastronomie in der Stadt. Die Bilder von Neonazis in der Innenstadt könnten potenzielle Besucher abschrecken.

Die Sicherheitsbehörden stehen vor enormen Herausforderungen. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass man bereits jetzt mit der Einsatzplanung begonnen habe: «Wir werden alle verfügbaren Kräfte mobilisieren müssen, um sowohl die Versammlungsfreiheit zu gewährleisten als auch die öffentliche Sicherheit zu schützen.»

Reaktionen aus Politik und Gesellschaft

Der sächsische Innenminister hat eine konsequente Linie angekündigt: «Wir werden rechtsstaatlich, aber entschlossen gegen jede Form von Extremismus vorgehen. Straftaten werden konsequent verfolgt.»

Die Stadtratsfraktionen haben parteiübergreifend ihre Besorgnis geäußert. «Dresden ist eine weltoffene Stadt mit einer lebendigen demokratischen Kultur. Wir werden nicht zulassen, dass Rechtsextreme dieses Bild beschädigen», heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von fünf Fraktionen.

Besonders aktiv wird bereits die Zivilgesellschaft. Neben etablierten Gruppen wie «Dresden für Alle» oder dem «Bündnis Dresden Nazifrei» formieren sich neue Initiativen. In mehreren Stadtteilen haben sich Nachbarschaftsgruppen gegründet, die Infoveranstaltungen und Workshops organisieren.

«Es geht nicht nur um den einen Tag im Februar 2026», erklärt die Sozialwissenschaftlerin Claudia Müller von der TU Dresden. «Es geht um die Frage, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Der angekündigte Aufmarsch ist ein Symptom für tieferliegende Probleme, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen.»

Was tut die Stadt konkret?

Die Stadtverwaltung hat eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die alle Maßnahmen rund um den 13. Februar 2026 bündeln soll. Bereits in den kommenden Monaten sind zahlreiche Veranstaltungen geplant, um die Bürger zu informieren und zu sensibilisieren.

«Wir setzen auf einen Dreiklang aus Bildung, Prävention und zivilgesellschaftlichem Engagement», erklärt die zuständige Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus. Die Stadt will verstärkt in Schulen und Jugendeinrichtungen über Rechtsextremismus aufklären und die demokratische Bildung fördern.

Für den Gedenktag selbst entwickelt die Stadt gemeinsam mit Historikern und Zeitzeugen ein Konzept, das den Opfern der Bombardierung würdig gedenkt und zugleich den historischen Kontext angemessen berücksichtigt.

«Dresden hat aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt», betont der Leiter der städtischen Gedenkstätte. «Wir werden das Gedenken nicht den Extremisten überlassen.»

Herausforderungen und Chancen

Der angekündigte Neonazi-Aufmarsch stellt die Dresdner Stadtgesellschaft vor eine große Bewährungsprobe. Doch viele Engagierte sehen darin auch eine Chance, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

«In der Vergangenheit haben solche Bedrohungen oft dazu geführt, dass Menschen über politische und soziale Grenzen hinweg zusammengerückt sind», sagt Thomas Weber von der Initiative «Dresden für Alle». «Genau diese Solidarität brauchen wir jetzt wieder.»

Die Stimmung in der Stadt ist gemischt. Viele Dresdner sind besorgt, andere zeigen Entschlossenheit. In sozialen Netzwerken haben sich bereits zahlreiche Diskussionsgruppen gebildet, in denen Bürger über mögliche Gegenaktionen beraten.

«Es liegt an jedem Einzelnen von uns, ob wir die Stadt den Neonazis überlassen oder ob wir zeigen, dass Dresden eine demokratische und weltoffene Stadt ist», sagt Anna Schmidt, eine Anwohnerin aus der Neustadt, die sich in einer Bürgerinitiative engagiert.

Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich Dresden auf diese Herausforderung vorbereitet. Eines scheint bereits jetzt klar: Die Stadt wird nicht schweigend zusehen, wenn Rechtsextreme versuchen, das Gedenken an die Opfer des 13. Februar 1945 für ihre Ideologie zu missbrauchen.

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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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