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Nachrichten Lokal > Nachrichten > Dortmund > Dortmund Obdachlosigkeit Drogen Ordnungsamt Kalouti im Einsatz
Dortmund

Dortmund Obdachlosigkeit Drogen Ordnungsamt Kalouti im Einsatz

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: Februar 8, 2026 7:25 am
Julia Becker
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In den frühen Abendstunden ziehen Mohammed Kalouti und seine Kollegen vom Ordnungsamt durch die Dortmunder Innenstadt. Ihre tägliche Routine führt sie zu den bekannten Treffpunkten, wo sich Menschen in schwierigen Lebenssituationen aufhalten. Der Umgang mit Obdachlosigkeit und Drogenkonsum im öffentlichen Raum gehört zu ihren regelmäßigen Aufgaben.

«Wir kennen die meisten Gesichter», erklärt Kalouti, während er einen Mann anspricht, der auf einer Bank am Westenhellweg sitzt. Der Mann ist Teil der Obdachlosenszene, die in Dortmund besonders sichtbar ist. Nach Schätzungen des Sozialamts leben etwa 300 Menschen ohne festen Wohnsitz in der Stadt. Viele kämpfen zusätzlich mit Suchtproblemen.

Bei ihrer Streife treffen die Ordnungsamtsmitarbeiter auf verschiedene Situationen. An der U-Bahn-Station Reinoldikirche hat sich eine kleine Gruppe versammelt. Ein Mann liegt auf dem Boden, sein Zustand wirkt besorgniserregend. «Bei solchen Fällen rufen wir sofort den Rettungsdienst», sagt Kalouti und greift zum Funkgerät. Die Balance zwischen Hilfeleistung und Durchsetzung der öffentlichen Ordnung ist nicht immer einfach.

Die Stadt Dortmund verfolgt seit einigen Jahren einen kombinierten Ansatz aus Hilfsangeboten und ordnungsrechtlichen Maßnahmen. Im vergangenen Jahr wurden über 2.000 Gespräche mit Wohnungslosen geführt und etwa 500 Personen an soziale Einrichtungen vermittelt. Gleichzeitig wurden rund 700 Platzverweise ausgesprochen, wenn der Konsum harter Drogen oder aggressives Verhalten festgestellt wurde.

«Unser Ziel ist nicht die Vertreibung», betont der Leiter des Ordnungsamtes, Norbert Dahmen. «Wir wollen die Menschen zu Hilfsangeboten führen und gleichzeitig die Sicherheit aller im öffentlichen Raum gewährleisten.» Die Stadt arbeitet eng mit Einrichtungen wie der Drogenhilfe, dem Gast-Haus und der Caritas zusammen, um Unterstützung anzubieten.

Bei der nächsten Station der Streife, dem Platz von Leeds, treffen Kalouti und seine Kollegen auf eine Frau, die sie bereits kennen. «Hanna war früher Krankenschwester», erzählt er leise, während sie sich entfernt. «Nach einer Scheidung und dem Verlust ihrer Wohnung ist sie auf der Straße gelandet.» Solche Schicksale gehen auch den erfahrenen Ordnungsamtsmitarbeitern nahe.

Die sozialen Einrichtungen in Dortmund bieten verschiedene Hilfsangebote. Das Drogenhilfezentrum in der Eisenstraße verzeichnet täglich bis zu 200 Besucher. Hier können Abhängige sauberes Spritzbesteck erhalten, sich beraten lassen oder einfach einen warmen Aufenthaltsort finden. «Viele kommen zunächst nur wegen der Grundversorgung», erklärt Einrichtungsleiterin Anja Weber. «Daraus kann sich aber eine Vertrauensbasis entwickeln, die später zu einer Therapie führt.»

Die Herausforderungen haben sich in den letzten Jahren verändert. Besonders die Zunahme synthetischer Drogen bereitet den Experten Sorge. «Die Verhaltensänderungen durch diese Substanzen sind oft unberechenbar», sagt Kalouti. «Das erschwert unsere Arbeit und stellt auch die sozialen Einrichtungen vor neue Probleme.»

Anwohner und Geschäftsleute in der Innenstadt haben unterschiedliche Sichtweisen auf die Situation. Einzelhändler wie Heike Müller vom Modegeschäft am Westenhellweg berichten von Umsatzeinbußen. «Manche Kunden fühlen sich unwohl, wenn sie auf ihrem Weg zum Geschäft an Gruppen von Obdachlosen vorbeigehen müssen», sagt sie. Andere Bürger zeigen mehr Verständnis. «Diese Menschen brauchen unsere Unterstützung und nicht unsere Verurteilung», meint Anwohnerin Petra Schulz.

Die Stadt hat auf diese gemischten Reaktionen mit einem runden Tisch reagiert. Vertreter von Sozialverbänden, Ordnungsamt, Polizei, Handel und Anwohnern treffen sich regelmäßig, um gemeinsame Lösungen zu finden. «Dialog ist der Schlüssel», betont Sozialdezernentin Birgit Zoerner. «Nur wenn wir alle Perspektiven einbeziehen, können wir nachhaltige Ansätze entwickeln.»

Für Mohammed Kalouti und seine Kollegen geht die Streife weiter. Am Hauptbahnhof sprechen sie mit einem jungen Mann, der erst seit kurzem auf der Straße lebt. «Die ersten Wochen sind entscheidend», erklärt Kalouti. «Je länger jemand in der Obdachlosigkeit ist, desto schwieriger wird der Weg zurück.» Sie informieren ihn über Notschlafstellen und vereinbaren einen Termin beim Sozialamt.

Als die Nacht hereinbricht, kehrt das Streifenteam zum Ordnungsamt zurück. «Manche Tage sind härter als andere», reflektiert Kalouti. «Aber wenn wir auch nur einem Menschen helfen können, lohnt sich der Einsatz.» Die Herausforderungen von Obdachlosigkeit und Drogenkonsum im öffentlichen Raum bleiben bestehen. Dortmund versucht, mit seinem kombinierten Ansatz aus Hilfe und Ordnung einen Weg zu finden, der sowohl den Betroffenen als auch der Stadtgesellschaft gerecht wird.

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VonJulia Becker
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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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