Die Frankfurter Polizei sucht derzeit intensiv nach dem 17-jährigen Volodymyr, der seit mehreren Tagen als vermisst gilt. Der Jugendliche verschwand unter mysteriösen Umständen aus einer Frankfurter Klinik, nachdem er zuvor im Bahnhofsviertel aufgegriffen worden war.
Nach Informationen der Polizei wurde Volodymyr am vergangenen Dienstag im Frankfurter Bahnhofsviertel angetroffen und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Die genauen Umstände, die zu seinem Klinikaufenthalt führten, wurden nicht detailliert mitgeteilt. Was jedoch bekannt ist: Aus dieser medizinischen Einrichtung verschwand der Jugendliche dann spurlos.
Die Beamten äußern große Sorge um den Vermissten. «Wir können nicht ausschließen, dass sich Volodymyr in einer hilflosen Lage befindet», erklärte ein Polizeisprecher. Diese Einschätzung verstärkt die Dringlichkeit der Suche nach dem 17-Jährigen erheblich.
Volodymyr wird als etwa 1,75 Meter groß und schlank beschrieben. Er hat kurze dunkelblonde Haare und spricht Ukrainisch und etwas Deutsch. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens trug er vermutlich eine blaue Jeans, ein dunkelblaues T-Shirt und weiße Sportschuhe der Marke Nike.
Die Polizei hat ein Foto des Vermissten veröffentlicht und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Personen, die Volodymyr gesehen haben oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben können, werden gebeten, sich umgehend mit dem 5. Polizeirevier unter der Telefonnummer 069/755-10500 in Verbindung zu setzen. Alternativ kann jede andere Polizeidienststelle kontaktiert werden.
Experten für Vermisstenfälle weisen darauf hin, dass besonders bei Jugendlichen die ersten Tage nach dem Verschwinden entscheidend sein können. «Die Unterstützung der Öffentlichkeit ist in solchen Fällen unglaublich wertvoll», betont Sozialpädagogin Marion Schneider, die mit vermissten Jugendlichen arbeitet. «Oft sind es aufmerksame Bürger, die entscheidende Hinweise liefern können.»
Das Frankfurter Bahnhofsviertel, wo Volodymyr zuletzt gesehen wurde, ist für seine besonderen sozialen Herausforderungen bekannt. Es gilt als Anlaufpunkt für Menschen in schwierigen Lebenslagen und weist eine hohe Konzentration an Drogen- und Obdachlosenproblematik auf.
Die Polizei hat ihre Suchmaßnahmen in den vergangenen Tagen verstärkt und überprüft systematisch mögliche Anlaufstellen für Jugendliche in der Stadt. Auch werden Videoaufzeichnungen aus dem Umfeld der Klinik und des öffentlichen Nahverkehrs ausgewertet.
Für Familie und Freunde bedeutet das Verschwinden des 17-Jährigen eine enorme emotionale Belastung. Die Ungewissheit über seinen Verbleib und sein Wohlbefinden lastet schwer auf allen Beteiligten. Die Behörden setzen daher alles daran, Volodymyr schnellstmöglich zu finden.
Fälle vermisster Jugendlicher stellen die Behörden immer wieder vor besondere Herausforderungen. In Frankfurt werden jährlich etwa 300 Minderjährige als vermisst gemeldet, wobei die meisten Fälle innerhalb weniger Tage aufgeklärt werden können. Die Behörden hoffen, dass auch im Fall von Volodymyr bald Entwarnung gegeben werden kann.
Jede Information, sei sie noch so unbedeutend erscheinend, kann für die Ermittler wertvoll sein. Die Polizei bittet daher eindringlich um Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung des Vermisstenfalls beitragen könnten.