Unter dem grauen Himmel im Ulrich-Haberland-Stadion erwies sich ein Moment der fußballerischen Brillanz als entscheidend. Bayers Frauen setzten sich im rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln mit 1:0 durch. Caroline Kessings Volleyschuss aus 16 Metern flog unhaltbar ins obere Eck – ein Traumtor in der 44. Minute. Die Statistik spricht für sich: Leverkusen bleibt damit in dieser Saison zu Hause ungeschlagen.
Der Derbysieg bedeutet mehr als nur drei Punkte für die Werkself. Trotz Kölns energischer Gegenwehr dominierte Leverkusen weite Teile des Spiels. «Dieses Derby zu gewinnen gibt uns enormen Auftrieb«, strahlte Matchwinnerin Kessing nach Abpfiff. «Ich habe den Ball perfekt getroffen, besser geht’s nicht.» Trainer Roberto Pätzold setzte auf eine kompakte Defensive, die Kölns Angriffsbemühungen konsequent neutralisierte. Die taktische Disziplin seiner Spielerinnen beeindruckte besonders.
Das Mittelfeld erwies sich als Schlüsselzone. Kristin Kögels Ballgewinne und präzise Pässe sorgten immer wieder für Gefahr. Im strömenden Regen kämpften beide Teams leidenschaftlich. Die Ecke der mitgereisten Kölner Fans verstummte erst mit dem Schlusspfiff. Bemerkenswert war die faire Atmosphäre trotz der Derby-Brisanz.
Für Bayer bedeutet dieser Sieg einen wichtigen Schritt im Kampf um die oberen Tabellenplätze. Die Formkurve zeigt nach oben. Mit dieser Moral und spielerischen Klasse dürften die kommenden Gegner gewarnt sein. Das Traumtor von Kessing symbolisiert perfekt, was den Fußball so faszinierend macht: Ein einziger magischer Moment kann den Unterschied ausmachen. Das Derby-Fieber im Rheinland bleibt lebendig.