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Nachrichten Lokal > Nachrichten > Dortmund > Bombenentschärfung Dortmund A2: Sperrung, Evakuierung angekündigt
Dortmund

Bombenentschärfung Dortmund A2: Sperrung, Evakuierung angekündigt

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: Februar 18, 2026 7:25 pm
Julia Becker
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In Dortmund-Brechten wurde bei Bauarbeiten eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Fund sorgt für erhebliche Einschränkungen in der gesamten Umgebung – einschließlich einer Vollsperrung der vielbefahrenen Autobahn A2.

Die Bombenentschärfung ist für kommenden Mittwoch angesetzt. Nach aktuellen Informationen der Stadt Dortmund wird ein Sicherheitsradius von 500 Metern um den Fundort eingerichtet. Alle Anwohner innerhalb dieser Zone müssen ihre Häuser verlassen.

«Die Sicherheit der Bevölkerung hat oberste Priorität», erklärt Stadtsprecherin Hannah Weber. «Wir bitten alle Betroffenen, die Evakuierungsanweisungen ernst zu nehmen und die ausgewiesenen Bereiche rechtzeitig zu verlassen.»

Besonders gravierend sind die Auswirkungen auf den Verkehr. Die A2 – eine der meistbefahrenen Autobahnsträcken Deutschlands – wird während der Entschärfung vollständig gesperrt. Die Sperrung betrifft den Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Dortmund-Nordost und Dortmund-Mengede in beiden Fahrtrichtungen.

Die Autobahnpolizei rechnet mit erheblichen Verkehrsbehinderungen und empfiehlt, den Bereich weiträumig zu umfahren. «Wir haben Umleitungen eingerichtet, aber bei täglich über 100.000 Fahrzeugen auf dieser Strecke sind Staus unvermeidlich», so Polizeihauptkommissar Michael Schmidt.

Für die betroffenen Anwohner richtet die Stadt eine Betreuungsstelle ein. Die Sammelstelle befindet sich in der Turnhalle der Friedens-Grundschule an der Brechtener Straße. Dort werden die Evakuierten mit Getränken und Snacks versorgt und können die Dauer der Entschärfung abwarten.

Besondere Vorkehrungen sind für ältere und hilfsbedürftige Menschen vorgesehen. «Wer nicht selbstständig seine Wohnung verlassen kann, sollte sich umgehend beim städtischen Bürgertelefon melden», betont Weber. Das Bürgertelefon ist ab sofort unter der Nummer 0231/50-13000 erreichbar.

Die Stadt Dortmund hat einen detaillierten Zeitplan veröffentlicht:

– Ab 8 Uhr morgens: Beginn der Evakuierung
– Bis spätestens 12 Uhr: Alle Anwohner müssen den Sicherheitsbereich verlassen haben
– Ab 12 Uhr: Vollsperrung der A2
– Gegen 13 Uhr: Beginn der eigentlichen Entschärfungsarbeiten
– Voraussichtlich gegen 15 Uhr: Abschluss der Arbeiten

Der Kampfmittelräumdienst geht von einer unkomplizierten Entschärfung aus, da der Zustand der Bombe als «stabil» eingeschätzt wird. Dennoch bleiben die Sicherheitsmaßnahmen umfangreich.

Auch der öffentliche Nahverkehr ist betroffen. Die Stadtbahnlinie U42 wird im betroffenen Abschnitt eingestellt. Die DVG setzt Ersatzbusse ein, die jedoch einen Umweg fahren müssen.

Firmen und Geschäfte im Evakuierungsradius bleiben am Entschärfungstag geschlossen. Die Stadtverwaltung bittet Arbeitgeber, ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zum Homeoffice anzubieten oder sie anderweitig freizustellen.

Für viele Anwohner ist die Situation nicht neu. «In Dortmund werden regelmäßig Blindgänger gefunden», erklärt Historiker Dr. Frank Müller. «Die Stadt gehörte im Zweiten Weltkrieg zu den am stärksten bombardierten Gebieten des Ruhrgebiets. Experten schätzen, dass noch immer etwa 15 Prozent der damals abgeworfenen Bomben nicht explodiert sind.»

Die Stadt Dortmund hat eine Hotline eingerichtet, über die Bürger aktuelle Informationen erhalten können. Zusätzlich werden Updates auf der städtischen Website und über die Social-Media-Kanäle veröffentlicht.

Die Behörden rufen alle Betroffenen zur Geduld und Kooperation auf. «Je besser die Evakuierung klappt, desto schneller können die Experten ihre Arbeit erledigen und desto früher können alle in ihre Wohnungen zurückkehren», so Weber abschließend.

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VonJulia Becker
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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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