Gestern Abend gegen 19:30 Uhr schaute ich gerade aus meinem Küchenfenster, als ein gleißend heller Lichtstreifen den Abendhimmel zerriss. Ein Feuerball am Himmel über NRW – und ich war nicht allein. Hunderte Menschen meldeten die spektakuläre Himmelserscheinung. Soziale Medien explodierten förmlich mit Augenzeugenberichten aus dem gesamten Ruhrgebiet.
Die Sichtungen erstreckten sich von Dortmund bis Düsseldorf. Auch in Essen, Bochum und Duisburg berichteten Anwohner vom leuchtenden Objekt. Dr. Matthias Hoppe von der Sternwarte Bochum ordnete das Phänomen ein: „Vermutlich handelte es sich um einen größeren Meteor, der in die Erdatmosphäre eintrat.» Solche Ereignisse seien selten, aber nicht außergewöhnlich. Etwa zehn bis zwanzig Mal pro Jahr könne man helle Feuerbälle über Deutschland beobachten.
Die Faszination war riesig. Meine Nachbarin klingelte sofort an meiner Tür. „Hast du das auch gesehen?» Gemeinsam versuchten wir, das Erlebte einzuordnen. Das Besondere: Der Meteor war so hell, dass er trotz städtischer Lichtverschmutzung sichtbar wurde. Viele Beobachter beschrieben einen grünlichen Schweif. Diese Färbung entsteht durch verglühendes Magnesium im Gestein.
Wissenschaftler werten jetzt die zahlreichen Meldungen aus. Mit speziellen Kameras und Augenzeugenberichten lässt sich die Flugbahn rekonstruieren. Möglicherweise sind sogar Fragmente auf die Erde gefallen. Solche Himmelsereignisse erinnern uns daran, wie dynamisch unser Universum ist. Sie verbinden uns alle in einem Moment des Staunens – egal ob in Gelsenkirchen oder Münster.