Letzte Woche erleuchtete ein Feuerball den Nachthimmel über Koblenz. Tausende sahen das Spektakel. Jetzt beginnt die Jagd nach den Überresten. Meteoriten-Experten sind bereits vor Ort. Sie durchkämmen systematisch das Gebiet. Die Aufregung in der Region ist enorm.
Was da vom Himmel fiel, könnte wissenschaftlich wertvoll sein. „Jeder frische Meteoritenfund ist wie eine Zeitkapsel aus dem All», erklärt ein Forscher aus Mainz. Solche Gesteinsbrocken sind älter als unsere Erde. Sie erzählen Geschichten aus der Entstehungszeit unseres Sonnensystems. In Koblenz haben sich inzwischen auch Hobby-Sammler auf die Suche gemacht. Mit Magneten und Metalldetektoren streifen sie durch Felder und Gärten. Die Chancen stehen gut: Augenzeugen berichteten von mehreren leuchtenden Fragmenten. Diese könnten über ein größeres Gebiet verstreut sein.
Ich erinnere mich noch an meinen Fund eines vermeintlichen Meteoriten als Kind. Es war nur Schlacke. Trotzdem: Die Faszination bleibt. Experten warnen allerdings vor falschen Hoffnungen. Viele dunkle Steine werden für Meteoriten gehalten. Nur wenige sind es wirklich. Wer etwas findet, sollte es von Fachleuten prüfen lassen.
Die Meteoriten-Jagd verbindet Wissenschaft mit Abenteuer. Sie erinnert uns daran, dass wir Teil eines größeren kosmischen Geschehens sind. Manchmal fällt uns das Universum buchstäblich vor die Füße. Das ist demütig und aufregend zugleich.