Gestern Abend war große Freude im Capitol Theater Düsseldorf. Die 100.000ste Besucherin wurde auf der Bühne überrascht. Das Mrs. Doubtfire Musical feiert einen besonderen Meilenstein.
Die glückliche Jubilarin konnte ihr Glück kaum fassen. Sie stand plötzlich im Rampenlicht der berühmten Bühne. Das Ensemble hatte Blumen und Applaus vorbereitet. Seit der Premiere im Oktober zieht die Geschichte um den verkleideten Vater Daniel Hillard täglich hunderte Zuschauer an. „Wir sind überwältigt von dieser Resonanz», sagte Intendant Franz-Josef Witting bei der kleinen Feier. „Mrs. Doubtfire berührt Herzen über alle Generationen hinweg.»
Ich selbst war vor einigen Wochen im Musical. Die Verwandlungsszenen sind technisch brillant umgesetzt. Das Publikum lacht und weint gleichzeitig. Genau diese emotionale Achterbahn macht den Erfolg aus. Die Broadway-Adaption des Kultfilms trifft einen Nerv unserer Zeit. Themen wie Scheidung und moderne Familienmodelle werden humorvoll verpackt. Zwischen bunten Kostümen und Slapstick-Momenten versteckt sich tiefe menschliche Wahrheit.
Das Musical läuft noch bis Anfang Januar. Dann zieht die Produktion weiter nach Hamburg. Für Düsseldorf bleibt ein kultureller Höhepunkt des Jahres. Solche Erfolgsgeschichten zeigen: Gutes Theater braucht keine komplizierte Kunstform. Es braucht Geschichten, die uns alle etwas angehen. Mrs. Doubtfire erzählt von Liebe, Familie und dem Mut, man selbst zu sein. Das versteht jeder.