Die Osterglocken läuten, und draußen ruft die Natur. In Hessen erwacht gerade der Frühling mit voller Kraft. Zwischen blühenden Kirschbäumen und frischem Grün bieten sich unzählige Möglichkeiten für Ausflüge. Das Beste daran: All diese Erlebnisse kosten keinen Cent. Nur gute Schuhe braucht man.
Besonders charmant finde ich das Ostertal im Odenwald. Ober-Ostern und Unter-Ostern heißen die kleinen Ortsteile von Reichelsheim wirklich so. Perfekter geht’s nicht zu Ostern. Die kurze Familienwanderung dauert etwa eine Stunde. Für Ambitionierte gibt’s die fünfstündige Durchquerung des gesamten Tals. Der Frankfurter Grüngürtel überrascht mit 68 Kilometern Vielfalt. Er schlängelt sich um die ganze Stadt. Neun Etappen zwischen 4,7 und 9,3 Kilometern bieten unterschiedlichste Perspektiven. Von der Skyline bis zu Kunstwerken am Wegesrand ist alles dabei.
«Der Grüngürtel verbindet Stadt und Natur auf einzigartige Weise», erklärt die Stadt Frankfurt. Das stimmt absolut. Beim Radfahren zwischen Höchst und Bonames spürt man diese Mischung deutlich. Im Rheingau lockt der Kräuterwanderweg bei Assmanshausen. Wilder Fenchel, Rauke und Gundermann wachsen zwischen den Weinreben. Die acht Kilometer sind allerdings nichts für Untrainierte. Steigungen fordern hier ordentlich. Dafür entschädigt der Rheinblick grandios.
Hessen zeigt sich österlich von seiner besten Seite. Ob Hasenwanderweg im Taunus oder Kirschblüte in Witzenhausen – die Auswahl begeistert. Manchmal braucht es keine große Planung. Ein freier Tag, Wanderschuhe und Neugier reichen völlig. Die schönsten Entdeckungen macht man oft ganz spontan.