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München

München im Barrierefrei-Ranking nur auf Platz 28

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: April 2, 2026 1:29 am
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Contents
Paderborn führt, München enttäuschtMassive Diskrepanz zwischen Miete und KaufMenschenrechte fordern Taten statt WorteMünchen braucht soziale WohnungspolitikAndere Städte zeigen, wie es gehtWas sich ändern mussFazit: Handeln ist überfällig



München im Barrierefrei-Ranking nur auf Platz 28

Die Zahlen sind eindeutig und werfen Fragen auf. München, die wirtschaftsstarke Landeshauptstadt Bayerns, landet bei barrierefreien Wohnungen nur auf Platz 28 von 100 deutschen Großstädten. Während in Paderborn fast jede dritte Wohnung stufenlos zugänglich ist, trifft das in München gerade mal auf jede zehnte Mietwohnung zu. Der demografische Wandel macht das Problem drängend. Jede fünfte Person in Deutschland ist heute älter als 66 Jahre.

Der Seniorendienst «Eli die Fee» hat das Angebot an barrierefreien Wohnungen in den 100 größten deutschen Städten untersucht. Analysiert wurden über 94.000 Online-Immobilieninserate vom 2. März 2026. Das Ergebnis für München überrascht. In einer Stadt, die sich gern als modern und weltoffen präsentiert, sind nur 10,1 Prozent der Mietwohnungen barrierefrei. Bei Eigentumswohnungen liegt der Anteil bei 19,3 Prozent.

Das Statistische Bundesamt bestätigt die demografische Entwicklung mit aktuellen Zahlen vom Dezember 2025. Jede zweite Person in Deutschland ist heute älter als 45 Jahre. Die Bundesregierung rechnet mit einem Fehlbestand von 2,5 Millionen barrierefreien Wohnungen. «Angesichts des demografischen Wandels können wir uns Barrieren nicht länger leisten», erklärt Britta Schlegel vom Deutschen Institut für Menschenrechte.

Paderborn führt, München enttäuscht

Der bundesweite Schnitt liegt bei 11,7 Prozent barrierefreier Wohnungen. Paderborn erreicht mit 30,1 Prozent den Spitzenplatz. Gütersloh folgt mit 27,2 Prozent, Konstanz mit 25,6 Prozent. Diese Städte zeigen, dass ein besseres Angebot möglich ist. Sie investieren in moderne Wohnkonzepte.

Würzburg schneidet als einzige bayerische Stadt unter den Top Ten ab. Mit 21,5 Prozent liegt die unterfränkische Stadt deutlich vor München. Erlangen erreicht Platz 19 mit exakt dem bundesweiten Durchschnitt von 11,7 Prozent. Augsburg landet auf Platz 25 mit 16 Prozent. Regensburg folgt auf Platz 26 mit 15,8 Prozent.

München hinkt also nicht nur anderen bayerischen Städten hinterher. Die Landeshauptstadt unterschreitet sogar den bundesweiten Schnitt. Das überrascht in einer Stadt mit hohen Immobilienpreisen und angeblich moderner Bausubstanz. Hier entsteht viel Neubau, doch offenbar selten mit stufenlosem Zugang.

Die Unterschiede zwischen Miet- und Kaufmarkt sind gravierend. In 74 von 100 Städten ist der Anteil barrierefreier Wohnungen im Kaufsegment höher. Das schließt Menschen mit kleinem Einkommen systematisch aus. Seniorinnen und Senioren mit Durchschnittsrente können sich keine Eigentumswohnung leisten. Menschen mit Behinderungen sind oft auf Transferleistungen angewiesen.

Massive Diskrepanz zwischen Miete und Kauf

In München liegt die Differenz bei 9,2 Prozentpunkten. Das klingt moderat, bedeutet aber konkret: Wer eine barrierefreie Wohnung mieten will, hat deutlich schlechtere Chancen. Die Stadt landet damit im Negativ-Ranking auf Platz 22. Im hinteren Fünftel bei der Ungleichheit zwischen Miet- und Kaufmarkt.

Besonders krass ist die Diskrepanz in Oberhausen. Dort sind nur 4,9 Prozent der Mietwohnungen barrierefrei, aber 30,3 Prozent der Kaufobjekte. Ein Unterschied von 24,4 Prozentpunkten. Ähnlich sieht es in Salzgitter und Gütersloh aus. Diese Zahlen zeigen ein strukturelles Problem. Investoren bauen barrierefrei für kaufkräftige Seniorinnen und Senioren. Der Mietmarkt wird vernachlässigt.

Es gibt allerdings Ausnahmen. In Jena ist der Anteil barrierefreier Mietwohnungen um 15 Prozentpunkte höher als bei Kaufobjekten. Moers folgt mit 14,3 Prozentpunkten Differenz. Erlangen erreicht 11,5 Prozentpunkte. Diese Städte zeigen, dass soziale Wohnungspolitik funktionieren kann. Kommunale Wohnbaugesellschaften machen den Unterschied.

Bei den bayerischen Städten schneiden nur Würzburg und Regensburg schlechter ab als München. Würzburg liegt auf Platz 11 mit 12,8 Prozent Differenz. Regensburg auf Platz 16 mit 11,2 Prozent. Das zeigt: Bayern hat generell ein Problem mit barrierefreiem Mietwohnungsbau. Die Staatsregierung müsste hier stärker eingreifen.

Am schlechtesten schneiden Gelsenkirchen, Chemnitz und Zwickau ab. Dort sind jeweils nur 2,8 Prozent der Wohnungen barrierefrei. Auch Witten, Kiel und Recklinghausen liegen unter 5 Prozent. Diese Städte kämpfen oft mit Strukturwandel und leeren Kassen. Barrierefreiheit kostet Geld, das fehlt.

Menschenrechte fordern Taten statt Worte

Seit dem 26. März 2009 gilt die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland. Sie sichert Menschen mit Behinderungen ihre Rechte zu. Doch die Umsetzung stockt, kritisiert das Deutsche Institut für Menschenrechte scharf. «Es hat keinen grundlegenden Wandel hin zu einer wirklich inklusiven Gesellschaft gegeben», sagt Britta Schlegel.

Schlegel leitet die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention beim Institut. Sie fordert von Politik und Wirtschaft mehr Einsatz. «Deutschland muss endlich barrierefreier werden, etwa im Gesundheitswesen, beim Wohnraum oder bei Kultur- und Freizeitangeboten.» Das sei nicht nur menschenrechtlich, sondern auch wirtschaftlich erforderlich.

Die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes soll bis Sommer 2026 abgeschlossen sein. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung vom Februar 2026 erkennt erstmals an, dass auch private Unternehmen Barrierefreiheit gewährleisten müssen. Ein Fortschritt auf dem Papier. Doch Schlegel bleibt skeptisch: «Der Entwurf bleibt hinter den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention weit zurück.»

Sollte der Entwurf so beschlossen werden, bringe das neue Gesetz kaum Verbesserungen. Die Anforderungen seien zu schwach formuliert. Ausnahmen zu großzügig geregelt. Sanktionen zu lasch angesetzt. Lobbyverbände der Immobilienwirtschaft haben erfolgreich Einfluss genommen. Menschen mit Behinderungen bleiben auf der Strecke.

München braucht soziale Wohnungspolitik

Für München bedeuten diese Zahlen eine klare Botschaft. Die Stadt muss beim barrierefreien Wohnen deutlich nachbessern. Der demografische Wandel wartet nicht. Schon heute sind viele Seniorinnen und Senioren auf stufenlose Wohnungen angewiesen. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen finden kaum bezahlbare Angebote.

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG könnte hier Vorreiter sein. Bei jedem Neubau sollte Barrierefreiheit Standard sein. Nicht als Luxus für Eigentumswohnungen, sondern als Norm im sozialen Wohnungsbau. Das kostet zunächst mehr Geld. Langfristig spart es aber Kosten für aufwändige Umbauten.

Auch private Investoren müssen in die Pflicht genommen werden. Der Stadtrat könnte in Bebauungsplänen höhere Barrierefreiheitsquoten festschreiben. Bei Grundstücksvergaben sollte dies ein zentrales Kriterium sein. Wer auf städtischem Grund baut, muss soziale Verantwortung übernehmen.

Experten sorgen sich um die soziale Infrastruktur in München. Die Stadt wächst, wird aber nicht inklusiver. Hohe Mieten verdrängen Menschen mit geringem Einkommen. Menschen mit Behinderungen finden kaum Wohnraum in zentralen Lagen. Sie werden an den Stadtrand gedrängt. Dort fehlt oft die Infrastruktur.

Der Münchner Behindertenbeirat fordert seit Jahren mehr barrierefreien Wohnungsbau. Passiert ist wenig. Die Stadt verweist auf Bundeszuständigkeiten. Der Bund verweist auf die Länder. Die Länder schieben die Verantwortung an die Kommunen. Am Ende bleibt alles beim Alten.

Andere Städte zeigen, wie es geht

Paderborn, Gütersloh und Konstanz beweisen, dass es anders geht. Diese Städte haben frühzeitig auf barrierefreien Wohnungsbau gesetzt. Sie haben kommunale Förderprogramme aufgelegt. Sie haben Standards in Bebauungsplänen verankert. Sie haben mit gemeinnützigen Trägern zusammengearbeitet.

Würzburg zeigt, dass auch bayerische Städte erfolgreich sein können. Die Stadt hat ein umfassendes Inklusionskonzept entwickelt. Barrierefreier Wohnungsbau ist Teil davon. Soziale Träger werden gezielt unterstützt. Bei städtischen Grundstücken gelten klare Vorgaben.

München könnte von diesen Beispielen lernen. Die Stadt hat das Geld und die Expertise. Was fehlt, ist der politische Wille. Barrierefreiheit wird noch immer als Nischenthema behandelt. Dabei betrifft es jeden dritten Haushalt. Ältere Menschen, Familien mit Kinderwagen, Menschen mit Behinderungen.

Die demografische Entwicklung macht Barrierefreiheit zur Notwendigkeit. Bis 2030 wird fast jede vierte Person in Deutschland älter als 66 Jahre sein. Ohne ausreichend barrierefreie Wohnungen droht eine Pflegekrise. Menschen können nicht zu Hause wohnen bleiben. Sie müssen früher ins Heim. Das kostet die Sozialkassen Milliarden.

Was sich ändern muss

München braucht eine verbindliche Quote für barrierefreien Wohnungsbau. Mindestens 20 Prozent bei jedem Neubauvorhaben sollten Standard sein. Die GWG muss mit gutem Beispiel vorangehen. Private Investoren müssen durch Anreize und Auflagen bewegt werden.

Die Stadt sollte ein Förderprogramm für barrierefreie Umbauten im Bestand auflegen. Viele Altbauten lassen sich mit vertretbarem Aufwand anpassen. Aufzüge nachzurüsten ist teuer, aber oft möglich. Schwellen entfernen ist einfacher. Türen verbreitern ebenfalls machbar.

Der Stadtrat muss das Thema zur Chefsache machen. Ein jährlicher Bericht sollte Fortschritte dokumentieren. Ziele müssen konkret formuliert und überprüft werden. Bis 2030 sollte München mindestens den bundesweiten Durchschnitt erreichen. Bis 2035 sollte die Stadt unter die Top Ten kommen.

Bürgerinnen und Bürger können sich einmischen. Bei Planungsverfahren können sie Barrierefreiheit einfordern. Bei Bürgerversammlungen können sie Stadträte in die Pflicht nehmen. Initiativen wie der Behindertenbeirat brauchen Unterstützung und Gehör.

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist geltendes Recht. Deutschland hat sich völkerrechtlich verpflichtet. München als reiche Großstadt trägt besondere Verantwortung. Die Stadt kann sich nicht länger hinter knappen Kassen verstecken. Es ist eine Frage der Prioritäten.

Fazit: Handeln ist überfällig

Platz 28 von 100 ist für München beschämend. Eine Stadt, die sich als weltoffen und modern versteht, muss inklusiver werden. Barrierefreies Wohnen ist kein Luxus. Es ist ein Menschenrecht und eine demografische Notwendigkeit.

Die nächsten Jahre werden zeigen, ob München aufholt. Die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bietet eine Chance. Die Stadt sollte sie nutzen. Freiwillige Selbstverpflichtungen reichen nicht. Es braucht verbindliche Regeln und Kontrollen.

Andere Städte zeigen, dass Fortschritt möglich ist. München hat die Mittel und das Know-how. Was fehlt, ist der politische Wille. Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderungen und Familien warten nicht länger. Sie fordern Taten statt Worte. Die Zeit drängt.


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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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