Vom Lackenberg grüßt kein Adler mehr, nur noch eine dünne, graue Rauchfahne. Seit Tagen bestimmt das ungewöhnliche Bild die Kulisse bei Oberwössen. Während viele die Sommerhitze genießen, kämpfen hier über hundert Einsatzkräfte einen zähen, unsichtbaren Feind: die Glut unter der Erde.
„Das Tückische an Bodenfeuern ist, dass sich die Hitze durch das tiefe Wurzelwerk weiter ausbreiten kann – oftmals unsichtbar“, erklärt Kreisbrandrat Christof Grundner. Dieses verborgene Glimmen macht die Sache so langwierig. Im steilen Gelände arbeiten Feuerwehr und Bergwacht Hand in Hand, öffnen den Boden Zentimeter für Zentimeter. „Wir arbeiten die Glutnester Stück für Stück ab“, so Grundner. Ich sehe den müden Respekt in den Gesichtern der abgelösten Kräfte am Versorgungszelt. Die Solidarität der Bevölkerung hier ist überwältigend, wie Bürgermeister Johannes Weber betont: Vereine und Nachbarn versorgen die Helfer rund um die Uhr. Dieser lokale Zusammenhalt ist die andere, starke Seite der Krise.
Während die Lage am Lackenberg langsam unter Kontrolle kommt, lodert die Sorge an einer neuen Front: nahe der Schnappenkirche. Auch hier geht es gegen die unsichtbare Glut in unwegsamem Terrain. „Wir hoffen, dass uns der Regen in die Karten spielt“, sagt Kommandant Johann Troibner. Doch der erhoffte Niederschlag blieb bisher aus. Die Natur zeigt ihre Verwundbarkeit, die Helfer ihren unermüdlichen Einsatz. Es ist ein Kampf um jeden Quadratmeter Bergwald, der weit über die betroffenen Gemeinden hinaus Bedeutung hat.
- Über hundert Einsatzkräfte
- Unsichtbare Glut unter der Erde
- Zusammenarbeit von Feuerwehr und Bergwacht
- Solidarität der Bevölkerung
- Herausforderung in unwegsamem Terrain
- Wichtigkeit der Regenfälle
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Einsatzkräfte | Über hundert |
| Schwierigkeit | Unsichtbare Glut |
| Kooperation | Feuerwehr und Bergwacht |
| Gemeinschaft | Helfer Versorgung durch Nachbarn |
| Aktuelle Lage | Langsame Fortschritte am Lackenberg |
| Wetter | Kein Regen |