Am Abend des 14. März 2005 lag der ganze BVB in den Händen von Anlegern. Ihre Entscheidung in Düsseldorf war alles, was Borussia Dortmund noch von der Insolvenz trennte. Der Klub stand mit 118,8 Millionen Euro Schulden am Abgrund.
Warum ging es bis hierhin? Der Börsengang 2000 konnte die Kosten für Stadionausbau und teure Transfers nicht decken. Die Insolvenz des TV-Rechtevermarkters Kirch und das verpasste Champions-League-Geld 2002 verschärften die Lage. «Lehnen die Gläubiger den Sanierungsplan ab, war’s das. Dann ist Schluss», erklärte Wirtschaftsprüfer Jochen Rölfs damals öffentlich. Hans-Joachim Watzke erinnert sich an die verzweifelte Stimmung bei der Abstimmung: «Die ersten vier Stunden waren sehr negativ. Da dachten einige, das ist das Ende.»
Die Rettung mit 94,4 Prozent Zustimmung war nur der Start. Unter Watzkes Führung folgte ein radikaler Sparkurs. Spieler wurden verkauft, der Verein verzichtete jahrelang auf teure Verpflichtungen. Diese Disziplin legte das Fundament für die späteren Erfolge. Aus der größten Krise entstand so eine neue Identität. Der Marathon von der Pleite zum Wembley-Finale 2013 beweist: Die dramatischste Stunde kann der Anfang von etwas Großem sein.
- Börsengang 2000
- Kosten für Stadionausbau
- Teure Transfers
- Insolvenz des TV-Rechtevermarkters
- Verpasste Champions-League-Gelder
- Sanierungsplan
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 2000 | Börsengang |
| 2002 | Verpasste Champions-League-Gelder |
| 2005 | Rettung vor Insolvenz |
| 2013 | Wembley-Finale |