BVB Transfers: Neue Spieler und Startelf-News
Die Luft wird dünner für einige Dortmunder Profis. Während die Sommerferien für viele noch in voller Blüte stehen, hat bei Borussia Dortmund der Ernstfall längst begonnen. Die Vorbereitung auf die neue Saison läuft, erste Testspiele sind absolviert, und Trainer Niko Kovac scheint seine Gedanken bereits konkret zu sortieren. Laut einem Bericht der Bild-Zeitung hat der Coach nach den Eindrücken aus dem Training und den beiden Testspielen in Japan bereits acht der elf Startelf-Positionen im Kopf vergeben. Das lässt nur noch drei Plätze offen und bedeutet für einige namhafte Spieler einen harten Kampf in den verbleibenden Wochen.
Gleichzeitig arbeitet die Vereinsführung weiter daran, den Kader zu komplettieren. Geschäftsführer Lars Ricken hat weitere Transfers in Aussicht gestellt, auch wenn zwei Großdeals bereits getätigt sind. Die Transferphase beim BVB ist also noch lange nicht beendet, und die Gerüchteküche brodelt weiter. Für die Fans im Ruhrgebiet bedeutet das eine spannende Zeit voller Hoffnungen und Spekulationen, bevor der Ball wieder rollt.
Kovacs vermeintlicher Plan: Wer steht, wer muss kämpfen?
Der Bericht malt ein klares Bild von Kovacs angeblicher Hierarchie. Unüberraschend scheint Gregor Kobel weiter die Nummer eins im Tor zu bleiben. In der Abwehr bilden Waldemar Anton und der Neueinstand Joane Gadou, für rund 20 Millionen Euro von RB Salzburg verpflichtet, das Innenverteidiger-Duo. Diese Konstellation ergibt sich auch durch die Verletzungen von Nico Schlotterbeck und Emre Can. Auf der linken Abwehrseite vertraut Kovac demnach weiter auf Ramy Bensebaini, während Julian Ryerson auf der rechten Seite gesetzt sei.
Im defensiven Mittelfeld seien Felix Nmecha und Jobe Bellingham die favorisierten Kräfte. Und im Sturm ist Serhou Guirassy laut diesen Informationen die unangefochtene Spitze. Das wären acht Namen. Die Unsicherheit herrscht demnach auf der linken offensiven Seite, wo in der vergangenen Saison Daniel Svensson Stammspieler war, und auf den beiden offensiven Mittelfeldpositionen hinter Guirassy.
Hier öffnet sich ein spannendes Wettrennen:
- Maxi Beier auf der linken Seite
- Samuele Inacio
- Kostas Karetsas
- Fabio Silva
- Carney Chukwuemeka
- Andere Anwärter
Ricken bestätigt: Der Transfermarkt ist noch nicht geschlossen
Während sich auf dem Platz die Hierarchien formieren, arbeitet die Führungsetage weiter an der Kaderzusammensetzung. Geschäftsführer Lars Ricken gab in einem Interview mit Sky zu verstehen, dass die Aktivitäten noch nicht abgeschlossen sind. „Es war vor allem unser Anspruch, die Abgänge aufzufangen“ sagte Ricken und bezog sich dabei auf die Vertragsenden von Niklas Süle und Julian Brandt. „Wir waren uns da einig, dass uns das mit Joane Gadou und dann hoffentlich auch Konstantinos Karetsas durchaus gelungen ist.“
Die Verpflichtung des griechischen Nationalspielers Karetsas vom KRC Genk für etwa 30 Millionen Euro, der Julian Brandt ersetzen soll, stehe zwar noch nicht offiziell an, sei aber quasi perfekt. Dennoch seien die Dortmunder damit nicht fertig: „Vielleicht machen wir dann noch das ein oder andere“ ließ Ricken die Tür für weitere Neuverpflichtungen weit offen.
| Spieler | Position | Status |
|---|---|---|
| Gregor Kobel | Tor | Nummer eins |
| Waldemar Anton | Innenverteidiger | Setz |
| Joane Gadou | Innenverteidiger | Neuverpflichtung |
| Ramy Bensebaini | Linker Verteidiger | Setz |
| Serhou Guirassy | Sturm | Unangefochten |
| Felix Nmecha | Defensives Mittelfeld | Favorisiert |
Julian Brandt blickt nach vorne – zu Ajax Amsterdam
Während in Dortmund über potenzielle Neuzugänge spekuliert wird, hat ein ehemaliger Liebling der Südtribüne bereits einen neuen Arbeitgeber gefunden. Julian Brandt wechselte ablösefrei zu Ajax Amsterdam und unterschrieb dort einen Dreijahresvertrag. Der 30-jährige Offensivspieler blickt mit Vorfreude auf das Abenteuer in den Niederlanden.
„Es wird eine aufregende Zeit. Es geht darum, daraus eine erfolgreiche Zeit zu machen“ sagte Brandt in den Klubmedien von Ajax. Mit seiner immensen Erfahrung aus 383 Bundesliga-Spielen, 82 Champions-League-Duellen und 48 Länderspielen soll er dem niederländischen Rekordmeister helfen. „Als Fußballer bin ich vielleicht ein bisschen älter, aber ich bin kein uralter Opa“ sagte Brandt mit einem Lachen über sein Alter.
Nach seinem Vertragsende in Dortmund hatte sich Brandt bei seinem Ex-Klub Bayer Leverkusen fitgehalten. „Ich habe versucht, mein Fitnesslevel zu halten. Es ist hart, wenn du allein trainierst. Und um ehrlich zu sein, auch ein bisschen langweilig, wenn du keine Teamkollegen hast, mit denen du spielst“ gestand er. Auch Leeds United war an ihm interessiert gewesen, bevor er sich für Ajax entschied: „Natürlich habe ich mich sehr über das Interesse gefreut, denn Ajax ist für mich selbstverständlich ein Traditionsverein, aber auch ein großartiger und großer Klub.“
Was kommt als nächstes für den BVB?
Die Vorbereitung geht in die entscheidende Phase. Zwei weitere Testspiele stehen auf dem Programm, die Kovac als letzte Bewährungsproben für die umkämpften Positionen nutzen wird. Am Sonntag, dem 9. August, trifft der BVB im Emirates Stadium in London auf den FC Arsenal (15 Uhr, Übertragung auf BVB-TV und Sky). Eine Woche später, am 15. August, folgt dann ein Heimspiel gegen die AS Rom im Signal-Iduna-Park (17.30 Uhr, Übertragung auf BVB-TV und Sky).
Diese Spiele werden den Ausschlag geben, wer in drei Wochen im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen den FC Bayern München und in den ersten Bundesligaspielen die begehrten Startplätze erhält. Parallel dazu wird die Geschäftsführung versuchen, die Transferaktivitäten entweder mit einem Deal für Said El Mala oder anderen Optionen abzurunden.
Für die Fans bedeutet das: Die Vorfreude auf die neue Saison steigt von Tag zu Tag. Die Mischung aus etablierten Stammkräften, hoffnungsvollen Neuzugängen und internen Konkurrenzkämpfen verspricht einen spannenden Saisonstart. Alle Augen sind nun auf die letzten Testspiele und die Transfergerüchte gerichtet, die den Kader von Borussia Dortmund in den kommenden Wochen endgültig formen werden.