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Nachrichten Lokal > Nachrichten > Dresden > Plauen präsentiert sich in Dresden: Vorfreude auf Tag der Sachsen 2027
Dresden

Plauen präsentiert sich in Dresden: Vorfreude auf Tag der Sachsen 2027

Julia Becker
Zuletzt aktualisiert: August 20, 2026 3:59 a.m.
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Von der Elbe ins Vogtland

Von der Elbe ins Vogtland: Plauen hat am Wochenende bei Dresdens großem Stadtfest „Canaletto“ kräftig für sich und den „Tag der Sachsen“ 2027 geworben. Von Freitag bis Sonntag, 14. bis 16. August, verwandelte sich die sächsische Landeshauptstadt in eine Bühne für die Stadt an der Weißen Elster. Mit zwei Ständen auf der belebten Sophienstraße brachte Plauen den Dresdnern und zahlreichen Touristen nicht nur ihre touristischen Highlights näher, sondern schürte auch die Vorfreude auf das große Landesfest in drei Jahren. Die Aktion zeigt, wie wichtig solche präsenten Werbemaßnahmen für eine Stadt wie Plauen sind, die abseits der großen Zentren um Besucher und Aufmerksamkeit wirbt. Zugleich ist es ein frühes und kluges Signal für die Gemeinschaft in ganz Sachsen: Der „Tag der Sachsen“ 2027 wird ein Fest von und für alle sein, das jetzt schon gemeinschaftlich vorbereitet wird.

Auf der Sophienstraße, einem der pulsierenden Herzstücke des Dresdener Stadtfestes, herrschte reger Betrieb am Plauener Doppelstand. Hier trafen Welten aufeinander: Die lebhafte Atmosphäre der Großstadt und die beschauliche, aber umso einladendere Präsentation des Vogtlands. Während auf einer Bühne Dresdner Bands spielten, informierten sich an den Ständen Besucher über:

  • Wanderziele im grünen Vogtland
  • die historische Altstadt mit ihrem Rathaus
  • die Welt der Plauener Spitze
  • den Plauener Weihnachtsmarkt
  • die gut ausgeschilderten Wanderwege in der Umgebung
  • Bastel- und Malangebote für Kinder

„Viele der Dresdner Besucher hatten zwar schon von Plauen gehört, vor allem durch die Spitze, aber konkrete Reisepläne hatten die wenigsten“, berichtet eine Mitarbeiterin des Plauener Stadtmarketings, die vor Ort im Einsatz war. „Genau hier setzen wir an. Wir wollen Neugierde wecken und zeigen, dass Plauen ein lohnendes Ziel für einen Tagesausflug oder ein ganzes Wochenende ist.“ Besonders gefragt waren laut den Standbetreuern Informationen zum Plauener Weihnachtsmarkt, einem der ältesten und traditionsreichsten in der Region, sowie zu den gut ausgeschilderten Wanderwegen in der Umgebung. Für die kleinen Gäste gab es ein Bastel- und Malangebot, das nicht nur für willkommene Abwechslung beim Festbesuch sorgte, sondern auch spielerisch an die typischen Muster und Motive der Region heranführte.

Diese gezielte Präsenz in Dresden ist weit mehr als nur ein Werbegag. Sie ist eine strategische Investition in die Zukunft der Stadt und der gesamten Region. Plauen, mit seinen rund 65.000 Einwohnern, steht wie viele mittelgroße Städte im ländlich geprägten Raum vor der Herausforderung, sich im Wettbewerb um Touristen, Investoren und neue Einwohner zu behaupten. Großveranstaltungen wie der „Tag der Sachsen“ sind dabei ein unschätzbarer Katalysator. Das Landesfest, das 2027 voraussichtlich über 500.000 Besucher anziehen wird, bringt nicht nur kurzfristig Umsatz für Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel. Es ist vor allem eine riesige Imagekampagne, die die Stadt wochenlang in den Medien präsent hält und nachhaltig in den Köpfen der Menschen verankert. „Für uns ist die Teilnahme am Canaletto-Fest ein erster, wichtiger Schritt, um in der Landeshauptstadt präsent zu sein und die Bindung zu den Dresdnern als unseren wichtigsten Besucherzielgruppe auszubauen“, erklärt ein Sprecher der Plauener Stadtverwaltung. Die Logik dahinter ist einfach: Dresden ist mit über 560.000 Einwohnern das größte Ballungszentrum in erreichbarer Nähe. Wer die Dresdner für sich gewinnt, gewinnt potentielle Tagesgäste und Botschafter für seine Stadt.

Der „Tag der Sachsen“ selbst hat eine bewegte Geschichte und ist mehr als nur ein Volksfest. Er wurde 1992, kurz nach der Wiedervereinigung, ins Leben gerufen, um die sächsische Identität zu pflegen und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Freistaat zu stärken. Seitdem wandert das Fest jährlich durch verschiedene Städte und Gemeinden. Für die gastgebende Kommune ist es eine logistische und organisatorische Mammutaufgabe, aber auch eine Chance, ihr Stadtbild und ihre Infrastruktur aufzupolieren. Die Vergabe des Festes an Plauen für 2027 ist daher auch eine politische und wirtschaftliche Wertschätzung für die Stadt und das Vogtland. Es ist ein Signal, dass die Region, die in den vergangenen Jahrzehnten mit Strukturwandel und Bevölkerungsrückgang zu kämpfen hatte, voller Leben und Potenzial steckt. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Neben der Werbung, wie jetzt in Dresden, geht es um die Planung der großen Festwiese, um Verkehrskonzepte, Sicherheitsfragen und die Einbindung hunderter Vereine und Initiativen aus der gesamten Stadt. „Der Tag der Sachsen lebt von den Menschen und den Vereinen“, betont der Plauener Oberbürgermeister. „Es wird kein Fest der Stadtverwaltung, sondern ein Fest der gesamten Bürgerschaft und aller sächsischen Gäste.“

Für die Plauener Bürgerinnen und Bürger bedeutet das kommende Großereignis eine Mischung aus Vorfreude und pragmatischen Überlegungen. In den Straßencafés und bei Stadtteilfesten ist das Thema bereits präsent. „Es ist eine große Ehre für unsere Stadt, und es wird sicherlich einen riesigen Besucherandrang geben“, sagt eine Anwohnerin aus der Innenstadt. „Ich hoffe nur, dass die Infrastruktur – besonders der Nahverkehr und die Parkplätze – gut vorbereitet ist. Und dass die Anwohner in den betroffenen Vierteln frühzeitig mit einbezogen werden.“ Diese Sorgen nimmt die Stadtverwaltung ernst. In ersten Informationsveranstaltungen wurden bereits mögliche Standorte für die Festmeile diskutiert, wobei Flächen in der Nähe des Stadtzentrums, aber mit guter verkehrlicher Anbindung, favorisiert werden. Wichtig ist der Stadt dabei, dass das Fest nicht als störendes Großereignis wahrgenommen wird, sondern als Bereicherung, von der auch die lokale Wirtschaft langfristig profitiert. Gastronomen und Hoteliers rechnen bereits mit einem deutlichen Schub. „So eine Veranstaltung füllt nicht nur an drei Tagen die Betten und Restaurants“, sagt ein Hotelier. „Sie bringt Gäste in die Stadt, die vielleicht zum ersten Mal hier sind und bei einem positiven Eindruck wiederkommen.“

Im Vergleich zu anderen sächsischen Städten, die den „Tag der Sachsen“ bereits ausgerichtet haben, wie beispielsweise Leipzig oder Chemnitz, steht Plauen vor einer besonderen Chance. Die Stadt kann sich nicht auf die Strahlkraft einer Metropole stützen, sondern muss mit ihrem ganz eigenen Charme punkten: der Mischung aus industrieller Geschichte, die in der Spitzenstickerei lebendig wird, der reizvollen landschaftlichen Lage im Vogtland und der überschaubaren, aber feinen Innenstadt. Die Werbung in Dresden setzte genau hier an: Sie zeigte das Vogtland als grüne Lunge und Wanderparadies und präsentierte Plauen als Stadt mit handfesten Traditionen und Herzlichkeit. Dieser Ansatz könnte sich als Stärke erweisen. Während in größeren Städten das Fest im anonymen Großstadttrubel untergehen kann, bietet Plauen die Gelegenheit für ein authentischeres, vielleicht sogar gemütlicheres Landesfest, bei dem die sächsische Gastfreundschaft im Mittelpunkt steht.

Für die Bürgerinnen und Bürger in ganz Sachsen, die den „Tag der Sachsen“ 2027 besuchen möchten, beginnt die Reise schon jetzt. Die Präsenz Plauens in Dresden ist eine erste, konkrete Einladung. Interessierte können sich bereits über die offizielle Website der Stadt Plauen informieren, wo nach und nach alle Details zum Fest veröffentlicht werden. Vereine und Initiativen aus ganz Sachsen, die sich am Fest mit einem Stand oder einer Darbietung beteiligen möchten, können dort auch erste Kontaktmöglichkeiten finden. Die Stadt plant zudem, in den kommenden Jahren die Werbetour fortzusetzen und auf weiteren regionalen Festen und Messen präsent zu sein.

Das Wochenende in Dresden war somit viel mehr als nur ein Stand auf einem Stadtfest. Es war der Startschuss für einen dreijährigen Countdown, der Plauen und das Vogtland in den Fokus ganz Sachsens rücken wird. Es zeigte, wie eine mittelgroße Stadt mit Weitblick und Gemeinschaftssinn ein Großereignis vorbereitet, das letztlich dem Zusammenhalt des ganzen Landes dient. Der Erfolg wird davon abhängen, wie gut es gelingt, die gesamte Stadtgesellschaft mitzunehmen, von den Anwohnern in den betroffenen Straßen bis hin zu den Vereinen und Unternehmen. Wenn das gelingt, dann wird der „Tag der Sachsen“ 2027 nicht nur ein dreitägiges Fest, sondern ein nachhaltiges Signal sein: dass das Herz Sachsens auch in seinen kleineren, traditionsreichen Städten wie Plauen kräftig schlägt und voller Leben ist. Die Werbetour hat begonnen, und die Botschaft ist klar: Sachsen, wir freuen uns auf Dich – im Jahr 2027 in Plauen.

Aspekt Details
Veranstaltung Canaletto
Datum 14. bis 16. August
Einwohner Plauen 65.000
Erwartete Besucher 2027 500.000
Jahr der Veranstaltung 2027
Hauptzielgruppe Dresdner


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VonJulia Becker
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Julia ist eine engagierte Reporterin für den Süden Deutschlands mit Schwerpunkt auf München und Stuttgart. Sie schreibt über lokale Kulturveranstaltungen, das wirtschaftliche Stadtleben und Geschichten von Menschen, die ihre Region prägen. Ihre Beiträge zeichnen sich durch Nähe, Empathie und starke persönliche Perspektiven aus.
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