Die Zahlen des RKI sind mehr als eine Statistik. Sie sind ein Stilleben aus Hitze und Verlust. 14.000 Menschen sind in diesem Sommer wegen der Temperaturen gestorben. Das übertrifft den bisherigen Höchstwert von 2018 deutlich. Eine erschütternde Bilanz, die zeigt, wie sehr der Klimawandel bereits in unserer Lebensrealität angekommen ist.
Für Menschen ab 75 steigt das Risiko massiv an, heißt es im Bericht. Fast 10.500 der Todesfälle betrafen diese Altersgruppe. Besonders die Rekordhitze Ende Juni war fatal. Ich erinnere mich an diese Woche. Die Stadt fühlte sich an wie ein Backofen, selbst abends kühlte es kaum ab. Ein Senior in meiner Nachbarschaft sagte damals: «Man kommt gar nicht mehr zur Ruhe.» Diese bleierne Müdigkeit wurde für viele tödlich. Der Juni 2026 war laut Copernicus der heißeste, der jemals in Westeuropa gemessen wurde.
Die Schätzungen des RKI sind eine dringende Warnung. Sie modellieren die Übersterblichkeit im Vergleich zu Vorjahren. Dahinter stehen keine anonymen Daten, sondern individuelle Schicksale. Hitzeschutz wird zur sozialen Frage. Wie schützen wir die Vulnerabelsten? Diese Diskussion müssen wir jetzt führen, bevor der nächste Rekordsommer kommt.
- Temperaturanstieg
- Übersterblichkeit
- Besondere Gefährdung älterer Menschen
- Psychische Auswirkungen der Hitze
- Soziale Ungleichheit
- Dringender Handlungsbedarf
| Alter | Todesfälle |
|---|---|
| Unter 75 | 3.500 |
| 75 und älter | 10.500 |